Ex-Agenten kritisieren CIA-Folter
Aktualisiert

Ex-Agenten kritisieren CIA-Folter

Ehemalige und noch aktive Agenten des US-Geheimdienstes CIA haben die brutalen Methoden scharf kritisiert, mit denen Terrorverdächtige in geheimen Gefängnissen verhört wurden.

Wie sie dem US-Fernsehsender ABC berichteten, führen derartige Verhörmethoden zu äusserst fragwürdigen Geständnissen; in mindestens einem Fall sei ein Verdächtiger zudem nach seinem Verhör gestorben.

Der ehemalige CIA-Vertreter Bob Bear bezeichnete die Methoden als «ausgesprochen schlecht»: «Die Folter muss nur schwer genug sein, dann bekommt man von jedem jedes Geständnis», sagte Bear dem Sender.

ABC nennt unter Berufung auf mehrere CIA-Vertreter insgesamt sechs fragwürdige Verhörmethoden: Sie reichen von Schlägen in die Magengrube bis zur Androhung, ertränkt zu werden.

Laut ABC wurden die Verhörmethoden bei rund einem Dutzend Häftlingen angewandt, die nach Auffassung des CIA hochrangige Vertreter des El-Kaida-Terrornetzes sind. Gegenüber dem Sender verweigerte der Geheimdienst jeden Kommentar zu den Informationen.

(sda)

Deine Meinung