Deutsche Bundeswehr – Ex-Soldaten verhaftet – sie wollten mit Söldnertruppe reich werden
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TerrorverdachtEx-Bundeswehrsoldaten verhaftet, weil sie Söldnertruppe gründen wollten

Die deutsche Bundesanwaltschaft hat zwei ehemalige deutsche Soldaten festgenommen. Ihnen werden Pläne vorgeworfen, eine Söldnertruppe gründen zu wollen.

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Ehemalige Bundeswehrsoldaten wurden wegen Terrorverdachts verhaftet. (Symbolbild)

Ehemalige Bundeswehrsoldaten wurden wegen Terrorverdachts verhaftet. (Symbolbild)

picture alliance / dpa

Darum gehts

  • Die Bundesanwaltschaft hat zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten verhaften lassen.

  • Sie wollten eine terroristische Vereinigung aus Söldnern und Ex-Polizisten gründen.

  • Mit ihrer Söldnergruppe wollten die beiden Beschuldigten vor allem Geld erwirtschaften.

Die Bundesanwaltschaft hat zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten wegen des Verdachts festnehmen lassen, dass sie eine terroristische Vereinigung gründen wollten. Die beiden Männer hätten seit Jahresbeginn geplant, unter ihrem Kommando eine 100 bis 150 Mann starke Söldnertruppe aus Ex-Soldaten und -Polizisten zu bilden, teilte die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mit. Mit dieser Gruppe hätten sie dann in den Bürgerkrieg im Jemen eingreifen wollen.

Geld als treibende Kraft

«Primäre Triebfeder zu diesem Vorhaben war bei den beiden Beschuldigten die Aussicht auf einen angestrebten monatlichen Söldnerlohn von rund 40’000 Euro für jedes Mitglied der Einheit», hiess es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft. Die Männer hofften demnach darauf, dass «Dritte, vorzugsweise Saudi-Arabien», für die Finanzierung sorgen würden. Einer von ihnen habe «hartnäckig» versucht, mit der saudiarabischen Regierung Kontakt aufzunehmen, jedoch ohne Erfolg.

Die beschuldigten Männer hätten vorgehabt, mit ihrer paramilitärischen Truppe das Bürgerkriegsgebiet zu «befrieden» und Friedensverhandlungen zwischen den Huthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung zu erzwingen, führte die Karlsruher Ermittlungsbehörde weiter aus. Den beiden sei bewusst gewesen, dass dabei auch «Tötungshandlungen» ausgeführt werden müssten. «Zudem rechneten sie damit, dass im Zusammenhang mit Kampfhandlungen auch Zivilisten getötet und verletzt werden würden.»

Mitglieder der Asgaard-Söldnertruppe

Über den Einsatz im Jemen hinaus sollen die Männer geplant haben, ihre Söldnertruppe weiter «als sogenanntes privates Militärunternehmen zu betreiben». Die Kampfgruppe sollte demnach auch für Einsätze in anderen Konflikten zur Verfügung zu stehen. Der Bild liegen Informationen vor, wonach die beiden Angeklagten Führungsmitglieder der Söldner-Truppe Asgaard waren. Die Sicherheitsfirma wurde in der Vergangenheit oft kritisiert, unter anderem für den Einsatz von deutschen Söldnern im somalischen Bürgerkrieg 2010. Den Beschuldigten sei bewusst gewesen, dass die Söldnertruppe bei ihren Einsätzen «zwangsläufig auch Tötungshandlungen» ausführen werden müssen. Sie rechneten auch mit zivilen Todesopfern und Verletzten.

Einer der beiden Beschuldigten war laut Bundesanwaltschaft für die Anwerbung und Rekrutierung der Söldner zuständig. Er habe dazu bereits mit mindestens sieben Menschen Kontakt aufgenommen. Die Söldnertruppe sollte den Ermittlern zufolge vor allem aus ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr oder früheren Polizisten bestehen. Wie die Bild berichtet, wurden im Rahmen der Ermittlungen auch die Wohnungen der beiden Beschuldigten durchsucht. «Die Beschuldigten werden im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird», teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch mit.

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(AFP/ore)

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