Fall Maddie - Ex-Chefermittler zweifelt an Schuld von deutschem Verdächtigen
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Fall MaddieEx-Chefermittler zweifelt an Schuld von deutschem Verdächtigen

«Wenn sie etwas gegen ihn in der Hand hätten, wäre er schon längst verurteilt worden», sagt der frühere Ermittler im Fall Maddie, Goncalo Amaral.

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Der ehemalige Chefermittler im Fall Maddie veröffentlicht ein Buch.

Der ehemalige Chefermittler im Fall Maddie veröffentlicht ein Buch.

REUTERS
Die Eltern der 2007 spurlos verschwundenen Maddie, Gerry und Kate McCann, stehen für den ehemaligen portugiesischen Chefermittler noch immer unter Verdacht.

Die Eltern der 2007 spurlos verschwundenen Maddie, Gerry und Kate McCann, stehen für den ehemaligen portugiesischen Chefermittler noch immer unter Verdacht.

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Madeleine McCann verschwand im Mai 2007 im portugiesischen Ferienort Praia da Luz spurlos.

Madeleine McCann verschwand im Mai 2007 im portugiesischen Ferienort Praia da Luz spurlos.

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Darum gehts

  • Der ehemalige Chefermittler im Fall Maddie glaubt nicht an die Schuld des Hauptverdächtigen im Fall Maddie.

  • «Wenn sie etwas gegen ihn in der Hand hätten, wäre er schon längst verurteilt worden», sagt Goncalo Amaral.

  • Für seine Aussage gegen die Eltern der verschwundenen Maddie wurde er verklagt.

Der frühere portugiesische Chefermittler im Fall der 2007 verschwundenen Maddie McCann, Goncalo Amaral, hat Zweifel an der Schuld eines neuen Verdächtigen aus Deutschland geäussert. Die deutschen Behörden hätten «einen Verdächtigen konstruiert», sagte Amaral der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch bei der Vorstellung eines neuen Buches über den Fall. Amaral hatte bereits in einem ersten Buch die Vermutung geäussert, die Eltern hätten die Leiche des Mädchens nach einem Unfall selbst versteckt und war daraufhin verklagt worden.

Bei der Veröffentlichung eines weiteren Buchs über den Fall sagte Amaral nun mit Blick auf den deutschen Verdächtigen: «Wenn sie etwas gegen ihn in der Hand hätten, wäre er schon längst angeklagt und verurteilt worden.» Amarals neues Buch zu dem Fall erscheint unter dem Titel «Maddie: Enough of the Lies» (Schluss mit den Lügen).

Eltern von Maddie verklagten Ermittler

Er war bereits 2015 zu einer halben Million Euro Schadensersatz an Maddies Eltern wegen Verleumdung verurteilt worden. Das Urteil war in einem Berufungsverfahren jedoch aufgehoben worden. Das oberste Gericht des Landes bestätigte die Aufhebung und beschied, Amarals Äusserungen seien «im Rahmen einer offenen und demokratischen Gesellschaft» akzeptabel gewesen.

Maddie McCann war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus der Wohnung ihrer Familie in einer Ferienanlage an der südportugiesischen Algarve-Küste verschwunden, während ihre Eltern in einem Restaurant zu Abend assen. Trotz grossangelegter internationaler Fahndungen wurde der Fall nie aufgeklärt, von dem Mädchen fehlt bis heute jede Spur.

Im vergangenen Juni trat dann eine überraschende Wendung ein: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig leitete Mordermittlungen gegen einen inhaftierten deutschen Sexualstraftäter ein.

Amaral bestätigte, dass der Deutsche damals auf einer Liste mit Personen von Interesse geführt worden war. Die Ermittler hatten ihn aber nicht ausfindig machen können.

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(AFP/chk)

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