Finanzkrise: Ex-CS-Broker drohen 45 Jahre Haft
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FinanzkriseEx-CS-Broker drohen 45 Jahre Haft

Ein US-Gericht hat einen ehemaligen Broker der Schweizer Grossbank Credit Suisse für schuldig befunden. Er soll Anleger beim Verkauf umstrittener ARS-Anleihen betrogen haben.

Laut New Yorker Staatsanwaltschaft führte dies zu einem Schaden von knapp einer Milliarde Dollar. Die Kunden seien durch die falschen Darstellungen des Brokers Risiken ausgesetzt gewesen, von denen sie nichts gewusst hätten. Dem 36-Jährigen drohen nun 45 Jahre Gefängnis.

Der Strafprozess ist einer der ersten in Folge der Finanzkrise. Für den Prozess waren drei Wochen angesetzt. Die Jury fällte nun aber in weniger als einem Tag ihr Urteil.

In einem zweiten Fall erhob die New Yorker Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen US-Broker. Auch er wird verdächtigt, die riskanten ARS-Anleihen verkauft zu haben. Die Klage wurde am Montag beim Obersten Gerichtshof des Staates New York in Manhattan eingereicht.

ARS (Auction Rate Securities) sind Anleihen mit langer Laufzeit, deren Zinssatz aber in kurzen Abständen bei Auktionen neu festgesetzt wird. Die Papiere galten lange Zeit als sehr stabil im Preis. Doch im Zuge der Finanzkrise trocknete der auf 330 Milliarden Dollar geschätzte ARS-Markt abrupt aus, da sich keine Käufer mehr fanden.

(sda)

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