Ex-Diktator Suharto beigesetzt
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Ex-Diktator Suharto beigesetzt

Mit einem Staatsbegräbnis ist am Montag der frühere indonesische Präsident Suharto in seinem Heimatort Solo beigesetzt worden. Er starb gestern im Alter von 86 Jahren.

Zehntausende säumten die Strassen, als der Sarg vom Flughafen der Stadt zum Familien-Mausoleum gebracht wurde. Dort leitete Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono die Feierlichkeiten mit allen militärischen Ehren. Der ehemalige Militärmachthaber Suharto war am Sonntag im Alter von 86 Jahren gestorben.

Sein Leichnam wurde am Montag von der Hauptstadt Jakarta in das rund 400 Kilometer entfernte Solo geflogen. Suharto starb zehn Jahre nachdem er durch Massenproteste gestürzt worden war. Er liess sich sechs Mal als Präsident bestätigen und regierte das grösste muslimische Land mit eiserner Faust. Er liess Kommunisten und Gewerkschafter verfolgen - Schätzungen über die in Suhartos Säuberungen getöteten Menschen reichen von 500 000 bis zu einer Million.

Trotz der zahlreichen Gräueltaten wird Suharto von vielen Indonesiern verehrt, weil er dem Land Stabilität und einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte. Er habe dem Land beispielhaft gedient, erklärte Yudhoyono bei der Trauerfeier. In einer kurzen Zeremonie in Jakarta sagte Parlamentspräsident Agung Laksono: «Gott segne seine Seele und vergebe ihm seine Fehler und Sünden.» (dapd)

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