Aktualisiert 18.01.2017 11:35

Marco van Basten

Ex-Fussballstar träumt von Shootout an der WM

Fifa-Direktor Marco van Basten macht für die WM 2026 einen revolutionären Vorschlag. Es handelt sich um eine Alternative zum Penaltyschiessen.

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fal
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Revolutionär: Marco van Basten plant für die Fussball-WM 2026 mit 48 Teams weitere einschneidende Regeländerungen. (9. Januar 2017)

Revolutionär: Marco van Basten plant für die Fussball-WM 2026 mit 48 Teams weitere einschneidende Regeländerungen. (9. Januar 2017)

kein Anbieter/Philipp Schmidli/Getty Images
Wird auch künftig am Ende Deutschland gewinnen? Bastian Schweinsteiger (l.) und Lukas Podolski feiern mit dem Weltmeisterpokal im Maracana Stadium in Rio de Janeiro, (13. Juli 2014)

Wird auch künftig am Ende Deutschland gewinnen? Bastian Schweinsteiger (l.) und Lukas Podolski feiern mit dem Weltmeisterpokal im Maracana Stadium in Rio de Janeiro, (13. Juli 2014)

Keystone/AP Photo/Matthias Schrader
Der Gruppe der Spitzenteams wird mit dem erweiterten Modus nicht automatisch grösser: Bastian Schweinsteiger hält den Weltmeisterpokal nach dem 1:0-Sieg über Argentinien an der WM in Brasilien. (13. Juli 2014)

Der Gruppe der Spitzenteams wird mit dem erweiterten Modus nicht automatisch grösser: Bastian Schweinsteiger hält den Weltmeisterpokal nach dem 1:0-Sieg über Argentinien an der WM in Brasilien. (13. Juli 2014)

Keystone/AP Photo/Natacha Pisarenko

Der ehemalige Fussball-Star Marco van Basten will an der Endrunde 2026 mit 48 Teams eine Neuerung einführen. Um nach jedem Gruppenspiel auch bei Gleichstand nach 90 Minuten einen Sieger zu ermitteln, könnte es zu einem Shootout kommen. «Jede Mannschaft hat fünf Versuche. Der Schiedsrichter pfeift, dann läuft der Spieler aus 25 Metern auf den Goalie zu. Innerhalb von acht Sekunden muss die Aktion abgeschlossen sein», beschrieb der Holländer im Interview mit der «Sport-Bild» die Idee.

Fifa-Boss Gianni Infantino hatte zunächst ein Penaltyschiessen zur Ermittlung des Siegers schon in der Vorrunde vorgeschlagen, sich aber nicht festlegen wollen. Auch der Fairplay-Koeffizient oder die Weltranglisten-Position könnten als Kriterien bei Gleichstand nach der Vorrunde herangezogen werden. Die Problematik für den Weltverband resultiert aus dem von ihm beschlossenen Format mit 16 Dreiergruppen, bei dem es leichter zu einem Gleichstand von zwei oder gar aller Teams kommen kann und auch Absprachen zwischen den Mannschaften eher zu befürchten sind.

Kommt auch die Zeitstrafe?

Van Basten äusserte noch weitere Ideen zu möglichen einschneidenden Regeländerungen. So könnten die letzten zehn Minuten als Netto-Spielzeit absolviert werden, um Zeitspiel zu verhindern. Zeitstrafen statt Gelber Karten sieht der einstige Weltklassestürmer als Option. Auch eine grundsätzliche Abschaffung der Offsideregel, wollte van Basten nicht ausschliessen.

Infantino hatte den Europameister von 1988 zum Technischen Direktor beim Weltverband gemacht, der sich gezielt mit der Innovation des Fussballs beschäftigen soll. (fal/sda)

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