Aktualisiert 03.05.2006 13:18

Ex-Geiseln zurück in Deutschland

Einhundert Tage nach ihrer Entführung im Irak sind die beiden Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke nach Deutschland zurückgekehrt. Sie landeten am Mittwoch in einem kleinen Privatjet auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel.

An Bord befanden sich auch der Leiter des Krisenstabes des Auswärtigen Amtes, Reinhard Silberberg, der bei einem Zwischenstopp zugestiegen war, sowie der deutsche Botschafter in Bagdad, Bernd Erbel.

Mit bewegter Stimme und in kurzen Worten dankten Bräunlich und Nitzschke allen, die zu ihrer Freilassung beigetragen, hatten. Ihre eigenen Familien hätten sich als stark erwiesen. Sie hätten eine schwere Zeit hinter sich und wollten jetzt bei ihren Familien sein.

Nitzschke fügte hinzu, er sei sehr froh, noch am Leben zu sein, «was für uns nicht selbstverständlich war». Silberberg äusserte sich erleichtert über den glücklichen Ausgang des Geisel-Dramas. Er bat die Öffentlichkeit um Verständnis, dass Bräunlich und Nitzschke vorerst Ruhe brauchten.

Die Umstände der Befreiung der beiden Ingenieure blieben vorerst unklar. Die Bundesregierung wollte dazu keine Angaben machen, sie geht aber von einem kriminellen Hintergrund aus. Bräunlich und Nitzschke dürften an einem dritten Ort erst einmal mit ihren Familien abgeschirmt ein paar Tage zusammenbleiben. Obwohl sie körperlich unversehrt in die Freiheit zurückkehrten, gelten sie als erschöpft. Üblich in solchen Fällen sind auch Befragungen durch die Sicherheitsbehörden. (dapd)

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