Aktualisiert 19.12.2006 13:29

Ex-Lehrer vergewaltigten und filmten Kinder im Schloss

Die Regensburger Polizei hat nach monatelanger Arbeit einer Bande von Kinderschändern aus Deutschland und Österreich das Handwerk gelegt. Hauptverdächtig sind zwei ehemalige Pädagogen.

Die Pädophilen sollen sich an Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 16 Jahren vergangen haben. Den Männern wird zudem vorgeworfen, Kinderpornos angefertigt und damit gehandelt zu haben. Nach Angaben der zuständigen Sonderkommission wurden fünf Pädophile gefasst.

Vergewaltigt, gefilmt und vermarktet

Beschuldigt werden unter anderen zwei Männer aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen: Ein 63 Jahre alter Pädagoge aus Gelsenkirchen soll Kinder in Tschechien und Deutschland sexuell missbraucht und dabei Pornoaufnahmen gemacht haben, die er an Pädophile vertrieb.

Einem 62 Jahre alten Ex-Lehrer aus Bergisch-Gladbach werfen die Ermittler vor, in seinem Schloss im tschechischen Klatovy (Klattau) Kinder schwer sexuell missbraucht zu haben. Dort wurden entsprechende Fotos und Datenträger sichergestellt.

Der 62-Jährige, dem ein Richter wegen seiner Neigungen bereits die Ausübung seines Berufs verboten hat, bestreitet die Vorwürfe. Die Ermittlungen gegen den Schlossbesitzer brachten Hinweise auf einen 59 Jahre alten Wiener, bei dem ebenso Nacktfotos sichergestellt wurden.

Bereits in diesem Frühjahr waren bei Klatovy ein 47 Jahre alter Pensionär aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz und ein 60 Jahre alter Unternehmer aus Bayern gefasst worden. Sie hatten Kinder in einem Wohnwagen missbraucht.

In der ersten Instanz hatte ein Gericht die beiden Männer zu einem lebenslangen beziehungsweise zehnjährigen Einreiseverbot nach Tschechien verurteilt. Die Staatsanwaltschaft war in Berufung gegangen, der Fall wird voraussichtlich im Januar neu verhandelt.

(sda)

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