Klage des SBVV: «Ex Libris macht uns das Leben schwer»
Aktualisiert

Klage des SBVV«Ex Libris macht uns das Leben schwer»

Der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) geht jetzt auch juristisch gegen Ex Libris vor. Die Migros-Tochter, die derzeit mit drastischen Preisabschlägen wirbt, betreibe «offensichtliche Kundentäuschung».

Mit einem am Freitag erschienenen Inserat werde der Eindruck erweckt, Franz Hohlers neues Buch «Am Ende eines ganz normalen Tages» sei bei Ex Libris als günstiges Taschenbuch erhältlich. Dies sei aber nicht der Fall, schrieb SBVV-Präsidentin Marianne Sax, bisher sei erst die teurere Hardcover-Ausgabe auf dem Markt.

Der SBVV habe Klage wegen «unlauteren Wettbewerbs» und «Verletzung der Preisbekanntgabe» eingereicht, bestätigte Geschäftsführer Dani Landolf gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Das Zerwürfnis zwischen dem Verband und der Migros-Tochter geht noch tiefer. «Ex Libris macht uns das Leben schwer», heisst es in einem am Freitag publizierten Brief von Sax an die Verbandsmitglieder.

Die Buch-Kette wirbt im September mit Preisabschlägen von «30 Prozent auf alle deutschsprachigen Bücher» - wirtschaflich laut Sax «für viele Buchhandlungen eine Katastrophe». (sda)

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