28 Monate Freiheits- und Geldstrafe - Ex-Logistikchef der Kapo Schwyz wegen Waffenhandels verurteilt
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28 Monate Freiheits- und GeldstrafeEx-Logistikchef der Kapo Schwyz wegen Waffenhandels verurteilt

Der Ex-Logistikchef der Kantonspolizei Schwyz bestellte über mehrere Jahre hinweg Pistolen, Sturm- und Maschinengewehre sowie Munition im Auftrag der Polizei und verkaufte sie dann privat. Nun hat das Bundesstrafgericht ihn zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten und einer Geldstrafe verurteilt.

von
Redaktion Luzern
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Am Donnerstag ist der ehemalige zivile Mitarbeiter der Kapo Schwyz zu 28 Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt worden. Davon müssen acht Monate vollzogen werden und die bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 30 Franken sind zu entrichten. 

Am Donnerstag ist der ehemalige zivile Mitarbeiter der Kapo Schwyz zu 28 Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt worden. Davon müssen acht Monate vollzogen werden und die bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 30 Franken sind zu entrichten.

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Der 58-Jährige soll Munition abgezweigt und im Darknet illegal mit Waffen gehandelt haben.

Der 58-Jährige soll Munition abgezweigt und im Darknet illegal mit Waffen gehandelt haben.

admin

Darum gehts

  • Der einstige Logistikchef der Kapo Schwyz soll Munition und Material auf Kosten seines Arbeitgebers bestellt und anschliessend privat verkauft haben.

  • Nun verurteilt ihn das Bundesstrafgericht in Bellinzona zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten und einer Geldstrafe.

  • Er wird wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, mehrfache Urkundenfälschung und ungetreue Amtsführung verurteilt.

  • Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig und kann an das Bundesgericht weitergezogen werden.

Ein ehemaliger Logistikchef der Kantonspolizei Schwyz soll Munition abgezweigt und im Darknet illegal mit Waffen gehandelt haben. Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat den 58-Jährigen nun am Donnerstag zu 28 Monaten Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt. Von den 28 Monaten sind allerdings nur acht Monate zu vollziehen, während die bedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 30 Franken zu bezahlen ist.

Den früheren zivilen Mitarbeiter der Kapo Schwyz sprach das Bundesstrafgericht wegen mehrfachen gewerbsmässigen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, des Versuchs dazu, mehrfache Urkundenfälschung und ungetreue Amtsführung schuldig. Dabei erachtete das Bundesstrafgericht mehrere Straftatbestände als erfüllt. Der Angeklagte habe über einen Zeitraum von neun Jahren «dauernd delinquiert» und seinen Arbeitgeber um 181'600 Franken geschädigt.

Die Schwere der Rechtsverletzung der ungetreuen Amtsführung wiege das Gericht noch höher. Gemäss mündlicher Urteilsbegründung habe der Beschuldigte nicht nur seine Stellung missbraucht, sondern auch das Vertrauen seiner Vorgesetzten ausgenutzt und der Kapo Schwyz einen Reputationsschaden zugefügt, wie Blick berichtet. Der Mann soll auch interne Informationen der Kapo Schwyz weitergegeben haben.

Das Bundesstrafgericht befindet die Energie des Mannes insgesamt als kriminell und dass er das interne Kontrollsystem der Kapo Schwyz bewusst umgangen sei. Vor Gericht hat der Mann die Bestellungen gestanden. «Ich habe Munition im Namen der Kapo für mich bestellt», schreibt Blick weiter. Aber es sei alles für seine private Waffensammlung gewesen.

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