Fall George Floyd - Ex-Polizist Chauvin verlangt neues Verfahren
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Fall George FloydEx-Polizist Chauvin verlangt neues Verfahren

Derek Chauvin wurde der Tötung von George Floyd für schuldig befunden, das Urteil steht noch aus. Sein Anwalt fordert nun eine Neuauflage des Prozesses.

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Ihm drohen bis zu 40 Jahre Gefängnis: Derek Chauvin.

Ihm drohen bis zu 40 Jahre Gefängnis: Derek Chauvin.

AFP/Minnesota Department of Corrections
Nun verlangt sein Anwalt eine Neuauflage des Prozesses.

Nun verlangt sein Anwalt eine Neuauflage des Prozesses.

AFP
Während des Verfahrens forderten Demonstranten «Gerechtigkeit für George Floyd». (Archivbild)

Während des Verfahrens forderten Demonstranten «Gerechtigkeit für George Floyd». (Archivbild)

AFP/Elijah Nouvelage

Darum gehts

  • Der weisse Ex-Polizist Derek Chauvin wurde wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd für schuldig befunden.

  • Wegen rechtlichen Fehlern fordert nun sein Anwalt ein neues Verfahren.

  • Chauvin drohen 40 Jahre Gefängnis.

Nach dem Schuldspruch gegen den weissen Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd hat die Verteidigung eine Neuauflage des Verfahrens beantragt. Als Begründung führte Anwalt Eric Nelson rechtliche Fehler und Fehlverhalten von Gericht und Staatsanwaltschaft an. Wegen der Summe der Fehler sei der Prozess gegen Chauvin nicht fair gewesen und habe ihn damit seiner von der Verfassung garantierten Rechte beraubt, schrieb Nelson in dem auf Dienstag datierten Antrag.

Die Verteidigung war während des Prozesses beim zuständigen Richter Peter Cahill mehrfach mit Anträgen auf ein sofortiges Ende des Verfahrens aufgrund angeblicher rechtlicher Fehler gescheitert. Als Begründung für den jüngsten Antrag führte Chauvins Anwalt unter anderem an, dass der Richter eine Verlegung des Prozesses an einen anderen Ort blockiert habe. Zudem habe Cahill es versäumt, eine komplette Abschottung der Geschworenen von der Aussenwelt für die ganze Dauer des Verfahrens anzuordnen, hiess es weiter. Nelson warf zudem auch der Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler vor.

Die Geschworenen hatten Chauvin Ende April unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen. Darauf stehen im US-Bundesstaat Minnesota bis zu 40 Jahre Haft. Bislang ist die Verkündung des Strafmasses am Gericht in Minneapolis für den 16. Juni geplant.

Floyds Tod am 25. Mai 2020 bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte in den USA Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Videos dokumentieren, wie Polizisten den unbewaffneten Mann zu Boden drückten. Chauvin presste dabei sein Knie gut neun Minuten lang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor der Autopsie zufolge das Bewusstsein und starb.

(DPA/chk)

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