17.02.2019 05:28

SkandalEx-Postauto-Chef drohen bis zu 5 Jahre Haft

Die Bundespolizei wirft zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Postauto AG Betrug vor und hat ein Strafverfahren eröffnet.

von
roy
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Gegen Daniel Landolf wurde ein Verwaltungsstrafverfahren eröffnet: Der ehemalige Postauto-Chef spricht vor Medien. (Archivbild)

Gegen Daniel Landolf wurde ein Verwaltungsstrafverfahren eröffnet: Der ehemalige Postauto-Chef spricht vor Medien. (Archivbild)

Keystone/Sedrik Nemeth
Mit der Neuausrichtung von Postauto sollen etwa 2 Prozent der Stellen wegfallen. 40 bis 60 Mitarbeiter könnten betroffen sein.

Mit der Neuausrichtung von Postauto sollen etwa 2 Prozent der Stellen wegfallen. 40 bis 60 Mitarbeiter könnten betroffen sein.

Keystone/Lukas Lehmann
Anfang Februar 2018 war bekannt geworden, dass die Postauto AG jahrelang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinne erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte.

Anfang Februar 2018 war bekannt geworden, dass die Postauto AG jahrelang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinne erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte.

Keystone/Arno Balzarini

Ex-Postauto-Chef Daniel Landolf könnte für bis zu fünf Jahre im Gefängnis landen. Die Bundespolizei (Fedpol) hat gegen ihn sowie seien damaligen Finanzchef im Zuge des Buchungsskandals ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Leistungsbetrugs eröffnet, wie eine Fedpol-Sprecherin der «SonntagsZeitung» sagte. Die beiden Ex-Vorstandsmitglieder sollen demnach Leistungen des Gemeindewesens erschlichen haben.

Die Behörden hatten zuvor im Postauto-Skandal elf Monate gegen unbekannt ermittelt. Den Beschuldigten drohen bei einem Prozess vor dem Bundesstrafgericht im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis. Die Ermittlungen sollen der Fedpol-Sprecherin zufolge in einigen Monaten abgeschlossen sein. Möglich ist, dass gegen weitere Personen ermittelt wird. Die Post wollte die Ermittlungen zunächst nicht kommentieren.

Anfang Februar 2018 war bekannt geworden, dass Postauto über zehn Jahre lang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinn erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen im Umfang von 205 Millionen Franken bezogen hat. Möglich war dies, weil Mitarbeiter von Postauto die Buchhaltung manipuliert hatten. Die Affäre führte zu zahlreichen Rücktritten, darunter auch von Post-Chefin Susanne Ruoff. (roy/20 Minuten/sda)

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