Afghanistan: Ex-Präsident Rabbani bei Anschlag getötet
Aktualisiert

AfghanistanEx-Präsident Rabbani bei Anschlag getötet

Der ehemalige afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist am Dienstag in seinem Haus in Kabul getötet worden. Die Behörden gehen von einem Selbstmordattentat aus bei dem fünf weitere Personen ums Leben gekommen sind.

Der ehemalige afghanische Präsident Rabbani ist in seinem Haus in Kabul von einem Selbstmordattentäter getötet worden.

Der ehemalige afghanische Präsident Rabbani ist in seinem Haus in Kabul von einem Selbstmordattentäter getötet worden.

Der frühere afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist bei einem Bombenanschlag in seiner Wohnung in Kabul getötet worden. Das teilten zwei Gewährspersonen aus Kreisen der afghanischen Regierung am Dienstag mit.

Rabbani sei wahrscheinlich Opfer eines Selbstmordattentäters geworden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe sich zur Zeit des Anschlags am Dienstag mit zwei Vertretern der Taliban getroffen, meldete die britische BBC. Ob diese beiden Taliban an dem Anschlag beteiligt waren, blieb zunächst unklar.

Der afghanische TV-Sender Tolo berichtete, bei dem Anschlag seien fünf weitere Menschen ums Leben gekommen. Rabbanis Haus befindet sich in der Nähe der US-Botschaft im Zentrum der afghanischen Hauptstadt. Wie ein AFP-Korrespondent berichtete, wurden die umliegenden Strassen des Diplomatenviertels nach der heftigen Explosion abgesperrt.

Rabbani war Chef des Hohen Friedensrates in Afghanistan, der mit den Taliban Verhandlungen führt. Rabbani war 1996 de facto von den Taliban aus dem Präsidentenamt gejagt worden. Er hatte dieses Amt aber nach offizieller Lesart der Vereinten Nationen weiter inne, bis er es im Jahr 2001 Hamid Karsai übergab.

Rabbani war während des Taliban-Regimes einer der führenden Figuren der so genannten Nordallianz, die sich im Norden Afghanistans gegen die Taliban auflehnten. Während seiner Präsidentschaft galt er in Glaubensfragen als vergleichsweise liberal, erlaubte Frauen zu arbeiten und ermöglichte Mädchen den Zugang zu Bildung. (sda)

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