Aktualisiert 15.05.2007 16:10

Ex-Schiedsrichter Hoyzer muss seine Haftstrafe antreten

Der wegen des Fussball-Wettskandals zu einer Haftstrafe verurteilte frühere Bundesliga- Schiedsrichter Robert Hoyzer muss noch diese Woche ins Gefängnis: Hoyzer soll seine Strafe am Freitag antreten.

Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, wollte die Meldung nicht kommentieren. Zwar sei die Staatsanwaltschaft als Vollstreckungsbehörde für die Einleitung des Vollzuges zuständig. «Wann sich ein Betroffener wo einzufinden hat, ist aber eine höchstpersönliche Angelegenheit, zu der ich mich nicht äussern werde», sagte Grunwald am Dienstag auf AP-Anfrage.

Wie «Sport Bild» vorab berichtete, hat Hoyzer keine Angst vor dem Vollzug: «Angst nicht. Vielleicht Unruhe und Respekt, die jeder Mensch hätte», verriet Hoyzer dem Magazin. «Vergleichbar ist das mit einem neuen Job, wenn man zum ersten Mal durch die Tür beim neuen Arbeitgeber kommt.» Im Gefängnis werde zunächst geprüft, ob er für den offenen Vollzug geeignet sei. Fussballspiele werde er dort jedenfalls nicht pfeifen, erklärte der ehemalige Schiedsrichter. «Pfeifen werde ich nie mehr. Es sei denn, für einen guten Zweck.»

Hoyzer war wegen des Wett- und Manipulationsskandals vom Berliner Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. (dapd)

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