31.10.2020 08:49

Systematische Gewalt in Magglingen? Ex-Sportlerinnen erheben schwerste Vorwürfe gegen den Turnverband

Sie waren jung und sportlich erfolgreich. Doch aus ihren Olympia-Träumen wurden im Leistungszentrum in Magglingen Tränen und Furcht.

von
Tim Zimmermann
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«Magglingen kann von Glück reden, dass sich noch keine Turnerin das Leben genommen hat», sagt eine Trainerin.

«Magglingen kann von Glück reden, dass sich noch keine Turnerin das Leben genommen hat», sagt eine Trainerin.

Foto: Marijan Murat (Keystone)
In dieser Halle in Magglingen trainieren die Turnerinnen meistens.

In dieser Halle in Magglingen trainieren die Turnerinnen meistens.

Foto: Peter Schneider (Keystone)
Aus den Bereichen Kunstturnen und Rhythmische Gymnastik (Bild) wurden die Vorwürfe laut.

Aus den Bereichen Kunstturnen und Rhythmische Gymnastik (Bild) wurden die Vorwürfe laut.

Foto: Urs Lindt (Freshfocus)

Darum gehts

  • Ehemalige Spitzenathletinnen berichten über schlimme Zustände im Leistungszentrum in Magglingen.

  • Es wird von einem System der Gewalt gesprochen, unter dem die Turnerinnen zu leiden haben.

  • Bereits im Sommer waren diverse schwere Vorwürfe öffentlich geworden.

Angst- und Essstörungen, Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen und Suizidgedanken. Von all diesen Dingen berichten ehemalige Schweizer Spitzen-Turnerinnen und Gymnastinnen im «Magazin» vom Samstag.

Sie alle haben im Zeitraum zwischen 2005 und 2020 im Leistungszentrum des Schweizerischen Turnverbands (STV) in Magglingen oberhalb Biel trainiert. Und sie alle erheben schwere Vorwürfe gegenüber dem Verband, sprechen von menschenunwürdigen Vorkommnissen und psychischer Gewalt von Seiten der Trainer und Betreuer.

«Magglingen kann von Glück reden, dass sich noch keine Turnerin das Leben genommen hat.»

Trainerin

Der STV und sein Leistungszentrum kamen bereits in diesem Sommer in die Schlagzeilen, als sich ehemalige Gymnastinnen bei verschiedenen Schweizer Medien meldeten, um Vorwürfe öffentlich zu machen. In der Folge entliess der Turnverband die Nationaltrainerin der Rhythmischen Gymnastik und suspendierte seinen Spitzensportchef.

Doch die Probleme scheinen grösser zu sein, tiefer zu liegen, schreibt das «Magazin» weiter. Es handle sich bei den Vorwürfen nicht um Einzelschicksale, von einem System der Gewalt ist gar die Rede. Die ehemaligen Turnerinnen und Gymnastinnen stützen mit ihren Aussagen diese Vermutung. Eine Trainerin sagt: «Magglingen kann von Glück reden, dass sich noch keine Turnerin das Leben genommen hat.»

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78 Kommentare
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aesculap

01.11.2020, 14:23

Der Preis für Erfolg im Sport kann hoch sein. In diesem Fall ist er um Faktoren zu hoch. Da spielen auch sadistische und Masochistische Neigungen mit.Den Funktionären ist das egal,sie brauchen Erfolge,um jeden Preis. Das ist ein fall für die Staatsanwaltschaft, nicht für Verbandsgerichte.

PM

31.10.2020, 12:48

Auch dort viele Fachleute, kenne ich von meinem Arbeitgeber. Gut Profil...

Jacky

31.10.2020, 12:46

Spitzensport ade👋🏻ist ungesund und es geht nur um Ruhm, Geld und Werbung🤢