Aktualisiert 11.05.2017 10:16

Tatwaffe HammerEx-Tänzerin tötet Senior – 13 Jahre Haft bestätigt

Die 13-jährige Freiheitsstrafe für die Thailänderin, die 2014 in Zürich-Altstetten einen Rentner totgeschlagen hat, ist rechtskräftig. Nur sie sei als Täterin in Frage gekommen.

von
nag
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In diesem Mehrfamilienhaus in Zürich-Altstetten ereignete sich das Tötungsdelikt im März 2014. Die Ex-Tänzerin brachte den Vater ihres Partners um.

In diesem Mehrfamilienhaus in Zürich-Altstetten ereignete sich das Tötungsdelikt im März 2014. Die Ex-Tänzerin brachte den Vater ihres Partners um.

TA
Die Thailänderin am Prozess im März 2016 vor dem Bezirksgericht Zürich.

Die Thailänderin am Prozess im März 2016 vor dem Bezirksgericht Zürich.

Zeichnung Julia Kuster
Das Bundesgericht hat nun die 13-jährige Freiheitsstrafe gegen die Frau bestätigt.

Das Bundesgericht hat nun die 13-jährige Freiheitsstrafe gegen die Frau bestätigt.

Keystone/Laurent Gillieron

Die 57-jährige Frau, die den Vater ihres Partners mit unzähligen Hammerschlägen tötete, ist rechtskräftig zu einer 13-jährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Bundesgericht hat den entsprechenden Entscheid des Zürcher Obergerichts bestätigt.

Die Lausanner Richter halten in ihrem heute publizierten Urteil fest, die Vorinstanz habe nicht verkannt, dass keine direkten Beweise für die vorsätzliche Tötung vorlägen.

Das Obergericht habe die Indizien aber mit Bedacht und überzeugender Begründung zu einer Gesamtbetrachtung zusammengeführt. Das Ergebnis sei, dass niemand anders als Täter in Frage komme, als die Beschwerdeführerin. Es liege demnach keine Willkür vor, wie es die Verurteilte in ihrer Beschwerde geltend gemacht hatte.

Eingeschliffenes Verhaltensmuster

Die Frau hatte im März 2014 in Zürich-Altstetten den Vater ihres Partners unzählige Male mit einem Gegenstand geschlagen, so dass der 77-Jährige seinen Verletzungen erlag. Die Tatwaffe –

mutmasslich ein Hammer – wurde nie gefunden, ebenso wenig DNS-Spuren der Verurteilten am Tatort.

Aufgrund von Indizien kamen Bezirks- und Obergericht zum Schluss, dass nur die Beschwerdeführerin die Tat begangen haben konnte. Sie war die einzige der Bezugspersonen des Getöteten, die kein vollständiges Tatmotiv für die Tatzeit hatte. Das Opfer hatte die Trennung seines Sohnes von der Verurteilten befürwortet. Weil die Frau bei zwei vorangegangenen Trennungen gewalttätig geworden war, schlossen die Psychiater, dass es sich dabei um ein eingeschliffenes Muster handle.

In einem Fall hatte die Frau mit einem Revolver in Richtung des auf der Toilette sitzenden Ex-Mannes geschossen.

(Urteil 6B_1427/2016 vom 27.04.2017) (nag/sda)

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