Aktualisiert 14.07.2014 08:49

Grobe Pflichtverletzung

Ex-Verwaltungsräte der KPT werden angeklagt

Die Berner Staatsanwaltschaft zerrt zwei frühere Verwaltungsräte der Krankenkasse KPT vor Gericht. Ihnen wird ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen.

Wird sich vor Gericht verantworten müssen: Walter Bosch

Wird sich vor Gericht verantworten müssen: Walter Bosch

Ihnen wird vorgeworfen, bei der gescheiterten Fusion der Krankenkassen KPT und Sanitas ihre Pflichten als Verwaltungsräte in mehrfacher Hinsicht verletzt zu haben.

So sollen die einstigen KPT-Verwaltungsräte Walter Bosch und Bernhard Liechti den Mitarbeiteraktionären einen überhöhten Aktienrückkaufpreis angeboten haben, wie die Berner Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Zu hohe Entschädigungen

Ferner sollen Bosch und Liechti zum Nachteil der KPT ein ungesichertes Darlehen in zweistelliger Millionenhöhe gewährt haben. Zur Last gelegt wird ihnen auch, sämtliche Verwaltungsräte mit überhöhten Abgangsentschädigungen bedacht zu haben.

Die Untersuchung gegen die Beschuldigten wurde im März 2012 gestützt auf eine Anzeige der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) eröffnet. (sda)

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