Strapazen im Sattel: Ex-Vize-Mister am Rande des Wahnsinns
Aktualisiert

Strapazen im SattelEx-Vize-Mister am Rande des Wahnsinns

Er kämpfte mit Halluzinationen, Schmerzen und faulen Eiern - und doch hat es der ehemalige Vize-Mister Schweiz geschafft. Stefan Tobler bezwang den Fahrradmarathon «Paris-Brest-Paris».

von
isa

Einmal quer durch Frankreich und wieder zurück. 1200 Kilometer auf dem Velo. Stefan Tobler schaffte die Strecke in 88 Stunden. Sein Ziel waren eigentlich 80 Stunden, doch der 30-Jährige hat die Qualen unterschätzt.

«Die Bäume verbeugten sich vor mir»

Besonders der Schlafmangel machte dem Zürcher zu schaffen. «Manchmal war ich so müde, dass ich Halluzinationen hatte. Die Bäume verbeugten sich vor mir, ich sah Gestalten neben mir, obwohl ich allein war oder ich sah gleich drei Personen auf einem Fahrrad», so Tobler nach dem Rennen.

Höllische Schmerzen und faule Eier

Nebst dem Schlafmangel litt der ehemalige Vize-Mister zudem an qualvollen Entzündungen. Die bereitgestellten Energieriegel und Isogetränken führten bei dem Extremsportler dazu, dass sich sein ganzer Mund entzündete. Tobler: «Ich hatte höllische Schmerzen. Ich konnte nichts mehr essen und nichts mehr trinken».

Damit nicht genug. Übelkeit und Erbrechen wegen faulen Eiern, kaputte Lichter und eine defekte Gangschaltung erschwerten sein Vorhaben zusätzlich. Dennoch wollte der einstige Velorkurier zu keiner Zeit aufgeben und freute sich nach 88 Stunden sein Ziel erreicht zu haben. «Als ich endlich im Ziel war, legte ich mich als erstes gleich mal ins Gras und anschliessend gönnte ich mir ein kühles Bier», so Tobler zu 20 Minuten Online.

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