Ex-Yukos-Chef beendet Hungerstreik
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Ex-Yukos-Chef beendet Hungerstreik

Der in Russland inhaftierte frühere Öl-Oligarch Michail Chodorkowski hat nach zwei Wochen seinen Hungerstreik beendet. Er hat sein Ziel erreicht. Dies liess Chodorkowski am Montag auf seiner Internetseite mitteilen.

Mit dem Protest wollte er die Verlegung seines inhaftierten todkranken Ex-Kollegen Wassili Alexanjan in eine Spezialklinik erreichen. Die russischen Behörden hatten bereits am Freitag bestätigt, dass der an Aids und Krebs erkrankte Alexanjan in ein Spital verlegt worden sei.

Zuvor hatte ein Moskauer Gericht den Prozess wegen Geldwäsche und Untreue gegen den früheren Vizepräsidenten des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos ausgesetzt. Auch EU-Parlamentarier hatten Russland unter Verweis auf die Menschenrechte aufgefordert, Alexanjan die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen.

Chodorkowski dankte den Menschen in seinem Land für die Unterstützung. «Die Verlegung Alexanjans zeigt, dass in unserem Land viele Menschen leben, denen nicht alles gleichgültig ist - das sind die Grundlagen der bürgerlichen Gesellschaft», teilte der frühere Yukos-Chef mit.

Chodorkowski war 2005 wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Prozesse gegen Ex-Yukos-Manager und die Zerschlagung des Konzerns von Chodorkowski gelten als vom Kreml gesteuert.

(sda)

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