Exkursion: Auf den Spuren der Luzerner Fledermäuse

Aktualisiert

Exkursion: Auf den Spuren der Luzerner Fledermäuse

Seit Jahren kämpft Ruth Ehrenbold (55) gegen das Grusel-Image der Fledermäuse. Statt blutrünstig seien die kleinen Flatterer putzig und nützlich, wie sie morgen Abend beweisen will.

«Luzern ist ein wunderbares Pflaster für Fledermäuse», sagt Ruth Ehrenbold aus Adligenswil. Wo sich die fliegenden Säuger in der Stadt am wohlsten fühlen, verrät die kantonale Fledermausschutzbeauftragte morgen Abend auf einer Exkursion im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung «Nachtleben – Geheimnisse der Finsternis» des Luzerner Naturmuseums.

«Leider gelten die Fledermäuse noch immer als Schreckensviecher», sagt die Fachfrau und weiss aus Erfahrung: «Wer Fledermauskot auf dem Fenstersims entdeckt, gerät allzu rasch in Panik.» Dabei seien die Tiere nicht nur harmlos, sondern höchst effiziente Schädlingsvernichter und obendrein auch noch herzig. «Sie haben ein süsses

Bärengesicht, sind flauschig und ausgesprochen putzig», schwärmt Ehrenbold. Sie selbst hegt stets zwei bis drei Fledermäuse in ihrer privaten Pflegestation. Ehrenbold: «Ich päppele geschwächte Tiere so lange auf, bis sie wieder fit für die Natur sind.»

Eva Wirth

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