Verschwundenes Flugzeug – Experte behauptet, MH370 gefunden zu haben
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Verschwundenes Flugzeug Experte behauptet, MH370 gefunden zu haben

Vor über sieben Jahren verschwand die Boeing des Flugs MH370 spurlos. Nun behauptet ein britischer Forscher, er habe den genauen Absturzort berechnet.

von
Reto Bollmann
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Der Absturzort des 2014 verschwundenen Flugzeugs befindet sich laut Nachforschungen eines Experten im Indischen Ozean, 1993 Kilometer westlich von Perth, Australien, und 4000 Meter unter der Meeresoberfläche.

Der Absturzort des 2014 verschwundenen Flugzeugs befindet sich laut Nachforschungen eines Experten im Indischen Ozean, 1993 Kilometer westlich von Perth, Australien, und 4000 Meter unter der Meeresoberfläche.

Google Maps
Seit dem spurlosen Verschwinden im März 2014 wird nach der MH370 gesucht.

Seit dem spurlosen Verschwinden im März 2014 wird nach der MH370 gesucht.

imago images/ZUMA Wire
Nun ist sich ein britischer Luft- und Raumfahrtingenieur sicher, den Absturzort von MH370 berechnet zu haben.

Nun ist sich ein britischer Luft- und Raumfahrtingenieur sicher, den Absturzort von MH370 berechnet zu haben.

Sunrise 

Darum gehts

  • Ein britischer Forscher ist zu neuen Erkenntnissen bezüglich der verschwundenen Boeing des Flugs MH370 gelangt.

  • Er ist sich sicher, den Absturzort der Boeing 777 genau berechnet zu haben.

  • Ein Experte wertet Godfreys Analysen als «riesigen Durchbruch».

Der britische Luft- und Raumfahrtingenieur Richard Godfrey behauptet, er wisse genau, wo der Malaysia Airlines Flug 370 abgestürzt sei. In einem neunseitigen Bericht, den er auf dem Internetdienst Dropbox frei zur Verfügung gestellt hat, beschreibt er den Absturzort. Dieser befinde sich im Indischen Ozean, 1993 Kilometer westlich von Perth, Australien, und 4000 Meter unter der Meeresoberfläche. Damit liegt der vorgeschlagene Absturzort nicht im Suchgebiet, welches die australischen Behörden 2015 definiert hatten.

Am 8. März 2014 verschwand eine Boeing 777-200 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. Es befanden sich 239 Personen an Bord. Im Bericht, den er am Dienstag veröffentlicht hat, schreibt Richard Godfrey, er habe mit der sogenannten «Weak Signal Propagation» (schwache Signalausbreitungstechnologie) die letzten Bewegungen der Boeing ermitteln können.

«Alle Daten führen zum gleichen Absturzort»

In einem Interview mit der australischen Newssendung «Sunrise» gibt der Forscher an, sich «sehr sicher» bezüglich seines berechneten Absturzorts zu sein. Godfrey verwendete nach eigenen Aussagen Satellitendaten, Ozeanographie, Abdrift-Analysen sowie Performance-Daten der Boeing. «Alle vier Datenquellen deuten auf den selben Punkt im Indischen Ozean hin», beschreibt er seine Erkenntnis. Und dieser hat die Koordinaten 33.177 ° S, 95.300 ° O.

Die Funktionsweise seiner verwendeten Methode der schwachen Signalausbreitungstechnologie beschreibt Godfrey als ein Netz von Stolperdrähten, die den ganzen Erdball umspannen. Fliegt ein Flugzeug durch einen solchen Stolperdraht, wird ein Signal unterbrochen. Diese Daten, welche für Flüge seit dem Jahr 2009 verfügbar sind, kombinierte Godfrey mit Daten aus dem Satellitenkommunikationssystem an Bord der verschollenen Boeing-Maschine.

Als Absturzursache vermutet der Ingenieur eine «Flugzeugentführung» und einen «terroristischen Akt» durch den Piloten Zaharie Ahmnad Shah. Godfrey geht davon aus, dass der Pilot die Boeing bewusst an einem der abgelegensten Orte der Welt zum Absturz brachte.

«Riesiger Durchbruch» auf der Suche nach MH370

Geoffrey Thomas, Luftfahrt-Redaktor der australischen Zeitung «The West Australian», bezeichnete Richard Godfreys Analysen als «riesigen Durchbruch» auf der Suche nach dem verschwundenen Flugzeug. Besonders vielversprechend sei, dass der berechnete Absturzort ganz in der Nähe der Stelle sei, welche Forscher der University of Western Australia bereits ermittelt hatten. «Ich gehe davon aus, dass nächsten Sommer eine weitere Suchaktion gestartet werden wird», so Thomas.

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