Medienkonferenz – «Am stärksten kursiert das Virus bei den 10- bis 20-Jährigen»

Medienkonferenz«Am stärksten kursiert das Virus bei den 10- bis 20-Jährigen»

Um 14 Uhr informieren Expertinnen und Experten des BAG über die aktuelle Corona-Situation in der Schweiz. 20 Minuten berichtet live im Stream und im Ticker.

von
Newsdesk

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Dienstag, 12.10.2021

Zusammenfassung

  • Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz haben sich auf einem relativ tiefen Niveau eingependelt. Die Lage auf den Intensivstationen ist weiterhin angespannt. Etwas mehr als 70 Prozent der Intensivplätze sind belegt. Die Hälfte der Spitalpatienten und -patientinnen ist jünger als 55 Jahre alt.

  • In einigen Kantonen beobachtet das BAG eine Zunahme der Fallzahlen. Die höchsten Virusmengen kursieren in der Zentral- und in der Ostschweiz.

  • Am meisten Infektionen gibt es zurzeit in der jungen, mobilen Bevölkerung. Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren sind am stärksten davon betroffen.

  • Die Nachfrage nach dem Janssen-Impfstoff von Johnson & Johnson hält sich in Grenzen.

  • Ob es in der Schweiz Auffrischimpfungen geben wird, ist noch nicht entschieden. Das BAG klärt dies ab.

  • Es wurden Qualitätsmängel in Testcentern beobachtet. Die Kantone sind befugt, solche Testcenter zu schliessen. Im Kanton Bern braucht es nun eine Bewilligung, um ein Testcenter betreiben zu dürfen.

  • Zertifikate dürfen nur von Fachpersonen abgegeben werden. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Ärzte, Apothekerinnen und Laborleitende.

  • 35'000 Tests werden im Schnitt täglich im Zusammenhang mit einer möglichen Infektion gemacht.

Die Medienkonferenz ist beendet

In Kürze folgt eine Zusammenfasung.

Wo kursiert Corona?

Die höchsten Virusmengen kursieren laut Matyhs derzeit in der Zentral- und in der Ostschweiz.

Gültigkeitsdauer für Zertifikat bei Genesenen

Bei der Gültigkeitsdauer des Covid-Zertifikats müsse die Schweiz sich der EU anpassen, so Mathys. In der Schweiz gilt die Gültigkeitsdauer für ungeimpfte Genesene sechs Monate. Ob die Dauer auf zwölf Monate erhöht werden kann, hänge auch von der EU ab. Dies, damit das Schweizer Zertifikat auch in der Europäischen Union seine Gültigkeit behält.

Impfstoffe wirken nicht bei allen gleich gut

Wie stark der Impfschutz nachlasse, sei schwierig zu sagen. Mathys betont die Wirksamkeit der Impfstoffe, sagt aber auch, dass diese nicht bei allen gleich wirken. Es sei darum zu erwarten, dass es auch Geimpfte geben wird, die schwer erkranken und hospitalisiert werden müssen.

Dritte Impfung?

Die Schweiz prüfe Booster-Impfungen, sagt Mathys auf die Frage einer Journalistin. Sobald die Zulassung dafür geklärt sei, werde man kommunizieren, für wen solche Auffrischimpfungen empfohlen werden.

Kein Run auf Janssen-Impfstoff

In allen Kantonen ist nun der Janssen-Impfstoff von Johnson & Johnson verfügbar. Die Nachfrage sei jedoch relativ klein.

Mängel bei Günstig-Tests

Jetzt äussert sich Linda Nartey, Kantonsärztin Bern und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte VKS. Sie spricht die kostenpflichtigen Covid-Tests und die kostengünstigen Test-Angebote an. Kontrollen der Aufsichtsbehörden und Hinweise aus der Bevölkerung haben auf Mängel einiger dieser Angebote hingewiesen.

Kantone können Testcenter schliessen, die durch mangelhafte Qualität auffallen. Zertifikate müssen von sogenannten Superusern durchgeführt werden. Als solche kommen Ärzte, Apotheker oder Laborleiter in Frage.

Mathys warnt

Mit den sinkenden Temperaturen und dem Ende der Herbstferien könnte das Infektionsgeschehen in der jungen Bevölkerung wieder an Fahrt aufnehmen, befürchtet Mathys. «In einzelnen Kantonen nehmen die Fallzahlen bereits wieder zu.»

20min/Simon Glauser

Lage auf Intensivstationen

Die Situation auf den Intensivstationen sei weiterhin angespannt. Die Hälfte der Spitalpatienten sei jünger als 55 Jahre alt. Täglich seien im Schnitt fünf Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion zu beklagen.

Man gehe weiterhin davon aus, dass eine Impfung in 90 Prozent der Fälle vor einem schweren Verlauf oder einer Hospitalisation schützt.

Virus kursiert am stärksten bei den 10- bis 20-Jährigen

Die höchsten Inzidenzen werde bei der jungen, mobilen Bevölkerung beobachtet. In der Südwest- und Nordwestschweiz könne man eine Plafonierung feststellen, in den anderen Regionen sei noch eine Abnahme im Gange.

Am stärksten kursiert das Virus bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 20 Jahren.

Die Medienkonferenz beginnt

Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt für Gesundheit BAG, ergreift das Wort. Die Situation in der Schweiz sei relativ gut. Die Fallzahlen seien am abnehmen. Die Abnahmegeschwindigkeit der Fallzahlen habe sich jedoch verlangsamt. Daten zeigen aber: «Eine Stabilisierung der Fälle könnte eintreten.»

Um 14 Uhr beginnt die Medienkonferenz

Heute informieren in Bern:

  • Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim Bundesamt für Gesundheit BAG

  • Linda Nartey, Kantonsärztin Bern und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte VKS

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