Aktualisiert

OstukraineExperten finden Fotos und Schmuck von MH17-Opfern

Mehrere Monate nach dem Absturz der MH17-Maschine bergen Ermittler weitere Leichen- und Wrackteile. Sie haben erst seit wenigen Tagen Zugang zum Areal nahe der Absturzstelle.

Ermittler haben in den letzten Tagen «viele menschliche Überreste» gefunden.

Ermittler haben in den letzten Tagen «viele menschliche Überreste» gefunden.

Gut neun Monate nach dem Absturz des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 über der Ostukraine haben niederländische Experten weitere sterbliche Überreste der 298 Insassen sowie Wrackteile der Maschine geborgen.

In den ersten Tagen einer neuen Mission am Unglücksort seien «viele menschliche Überreste gefunden» worden, teilte das niederländische Justizministerium am Mittwoch mit. Ausserdem wurden laut einer Erklärung 50 Kubikmeter Wrackteile sowie persönliche Gegenstände, darunter Schmuck und Fotografien, entdeckt.

Geborgene Teile werden in die Niederlande geflogen

Das abgesuchte Areal bei Petropawlika nahe der Hauptabsturzstelle steht den Ermittlern erst seit wenigen Tagen offen, weil sich die Front zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten inzwischen verschoben hat. Alle geborgenen Teil sollen zunächst in die Stadt Charkow und von dort in die Niederlande gebracht werden.

Flug MH17 war am 17. Juli mit 298 Menschen an Bord abgestürzt – mutmasslich nach einem Treffer einer Boden-Luft-Rakete. Bislang konnten sterbliche Überreste von allen Opfern bis auf zwei identifiziert werden. Da zwei Drittel der Opfer Niederländer waren, leitet Den Haag die Ermittlungen.

Wurde Maschine abgeschossen?

Die ukrainische Regierung und der Westen gehen davon aus, dass die Maschine von prorussischen Separatisten mit einer russischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Moskau sieht die Verantwortung hingegen bei Kiew. (sda)

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