Aktualisiert 10.06.2009 12:41

KonsensprognoseExperten sehen 2,5 Prozent Minuswachstum

Wenn 20 Experten Recht behalten, schrumpft die Wirtschaftleistung der Schweiz dieses Jahr um 2,5 Prozent, mehr als noch vor kurzem angenommen. Gemäss einer Umfrage sagen die gleichen Volkswirte für 2010 ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent voraus.

Im März hatten sie für 2009 noch einen Rückgang von lediglich 1,4 Prozent in Aussicht gestellt und für das nächste Jahr mit einer Wachstumsprognose von 0,4 Prozent aufgewartet. 2010 dürfte sich die Wirtschaftlage somit stabilisieren, zeigt der am Mittwoch veröffentlichte «Consensus Forecast (BEC)» der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF).

Nach unten korrigiert

Pessimistisch bewerten die Umfrageteilnehmer die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen, die nach neuer Voraussage im laufenden Jahr um 6,8 Prozent zurückgehen werden. Das sind 1,6 Prozentpunkte mehr als vor drei Monaten prognostiziert.

Der Rückgang der Exporte dürfe neu 10 Prozent betragen. Vor drei Monate wurde noch mit -5,7 Prozent gerechnet. In etwa konstant bleibt die Erwartung der Arbeitslosenquote, die für das Gesamtjahr auf 3,8 Prozent ansteigen dürfte. Die letzte Expertenprognose sprach von 3,7 Prozent.

Mehr Arbeitlose

2010 schnellt die Arbeitlosenquote demnach trotz Verbesserung der Gesamtwirtschaftslage auf 4,8 Prozent. Diese Einschätzung liegt 0,5 Prozentpunkte höher als im März.

Die Inflation dürfte dieses Jahr -0,4 Prozent betragen, nachdem im März noch von 0,1 Prozent die Rede war. 2010 dürfte die Teuerung dann wieder auf 0,7 Prozent ansteigen, prognostizieren die Volkswirte.

Erholung der Börse

Die Börse wird sich laut Expertenkonsens erholen: Der breit gefasste Swiss Performance Index (SPI) dürfte in den nächsten drei Monaten wieder auf rund 4600 Punkte steigen. Im März wähnten die Ökonomen den SPI-Wert innert drei Monaten bei 3600 Punkten.

Kurzfristige Zinsen wie auch der Aussenwert des Franken bleiben in etwa stabil. Bei den langfristigen Zinsen erwarten die Umfrageteilnehmer in den nächsten drei Monaten einen Anstieg auf 2,3 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im März. (sda)

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