Expertin über Paris Hilton: «Sie will geliebt werden»
Aktualisiert

Expertin über Paris Hilton: «Sie will geliebt werden»

Hotelerbin Paris Hilton (24) ist ein Phänomen – ein ziemlich tragisches jedoch. «Sie hat Angst vor Ablehnung», sagt eine Psychotherapeutin.

Ob wilde Saufeskapaden oder der Sexfilm «One Night in Paris» – kein Tag vergeht ohne Schlagzeilen von Paris Hilton. Jüngstes Beispiel: Ein Richter verurteilte sie wegen Stalking. Paris ist sich für nichts zu schade und zeigt an Partys gerne ihren nackten Po, kurzum: Sie macht sich lächerlich, wo es geht. Warum?

«Paris strebt nach ständiger Aufmerksamkeit und erreicht dies durch ihr provokatives, anzügliches Verhalten», vermutet die Berner Psychotherapeutin Vedrana Hercek. Dahinter stecke das dauernde Bedürfnis nach Anerkennung: «Sie will von allen geliebt werden und hat grosse Angst vor Ablehnung», sagt Hercek weiter. Dieser Drang nach Zuneigung entsteht meistens in der Kindheit: Entweder wurde man emotional vernachlässigt, ja gar abgelehnt oder eignete sich das Verhalten an, weil es bei den Eltern auf Anklang stiess.

Wo bei Paris die Grenze liegt zwischen krankhaftem Geltungsdrang und cleverer Vermarktung, ist schwer abzuschätzen. Psychotherapeutin Hercek glaubt an einen Mix: «Ein Teil ist sicher kalkuliert, aber vieles geschieht unbewusst.» Wie auch immer, Paris verdient mit ihren Eskapaden Millionen – und auch dem Hotelkonzern Hilton hat sie bislang nicht geschadet, im Gegenteil. Reto Wild vom Fachmagazin «Schweizer Touristik» weiss: «Paris bringt die Marke Hilton in die Köpfe der Leute.»

Stefanie Rigutto

Deine Meinung