Cyberangriffe – Expertin warnt – Schweizer Behörden bei Cyberangriffen schlecht geschützt
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CyberangriffeExpertin warnt – Schweizer Behörden bei Cyberangriffen schlecht geschützt

Gleich zwei Gemeinden aus dem Kanton Waadt wurden innerhalb weniger Monate gehackt. Der Fall von Rolle als auch der von Montreux zeigen vor allem eines: Im Fall eines Cyber-Angriffs sind Schweizer Gemeinden nicht gut gerüstet.

Im Fall von Rolle tauchten sogar Informationen über Firmen und Bewohnerinnen und Bewohner im Darknet auf, die Hacker verlangten dabei Lösegeld von der Gemeinde. Für Katharina Jochum, IT-Expertin, ist klar ersichtlich, dass besonders bei kleinen Behörden und kleinen Unternehmen die Ressourcen und das Know-How fehlen, um solche Attacken in den Griff zu kriegen. Auch der Finanzsektor und die Gesundheitsbranche sind gemäss Katharina Jochum beliebte Angriffsziele für Hacker. Während der Pandemie ist die Anzahl solcher Vorfälle noch einmal angestiegen. Einen Angriff mit sehr schwerwiegenden Auswirkungen hat es in der Schweiz bislang noch nicht gegeben.

In Montreux hat die Gemeinde nach der Cyber-Attacke einen Krisenstab einberufen und liess das Ausmass des angerichteten Schadens prüfen. «Die Daten wurden verschlüsselt und die durchgeführten technischen Analysen der Experten haben gezeigt, dass nicht massenweise Daten gestohlen wurden. Im Fokus der Arbeiten steht nun die Datenwiederherstellung», sagt Dounya Schürmann-Kabouya, Mediensprecherin der Sicherheitsvereinigung Riviera.

Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch nichts über die Hacker sagen, auch das Motiv bleibt weiterhin unklar.

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(Team Video News)

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