Explodierende Akkus: Jetzt ist IBM dran
Aktualisiert

Explodierende Akkus: Jetzt ist IBM dran

Jetzt hat auch IBM ein brennendes Problem: 526 000 Laptop-Akkus die mit Rechnern der ThinkPad-Reihe ausgeliefert wurden werden zurückgerufen. Begründet wurde die Rückrufaktion mit einer möglichen Brandgefahr.

Wegen Brandgefahr rufen nun auch die Computerkonzerne IBM und Lenovo weltweit etwa 526 000 von Sony hergestellte Lithium-Ionen-Akkus zurück. Die Akkus könnten überhitzen, teilte die chinesische Lenovo am Donnerstag mit.

Sie würden kostenlos umgetauscht. Die Batterien seien einzeln oder bereits in einige Modellen der Thinkpad-Notebooks eingebaut zwischen Februar 2005 und September 2006 in den Handel gekommen. Lenovo geht davon aus, dass zwischen fünf und zehn Prozent der in diesem Zeitraum verkauften Thinkpad-Notebooks vom Rückruf betroffen sind.

2005 hatte IBM seine defizitäre PC-Sparte für 1,25 Mrd. Dollar an Lenovo verkauft. Lenovo übernahm dabei den Markennamen ThinkPad. Lenovo hatte am Montag von einem Fall berichtet, bei dem ein ThinkPad auf dem Flughaufen von Los Angeles Feuer gefangen hatte.

Mit dem Rückruf durch IBM und Lenovo setzt sich die Pannenserie mit schadhaften Batterien des japanischen Elektronikherstellers Sony weiter fort. Zuvor hatten bereits der Elektronikkonzern Toshiba sowie die Computerhersteller Dell und Apple die schadhaften Sony-Batterien in grossem Umfang zurückgerufen.

Dell hatte insgesamt 4,1 Millionen Batterien wegen Explosionsgefahr zurückrufen müssen. Wenig später folgte Apple mit dem Rückruf von 1,8 Millionen Laptop-Batterien. In beiden Fällen bestand bei Überhitzung Brand- und Explosionsgefahr.

Fujitsu und Hewlett Packard, die ebenfalls Sony-Akkus in ihren Geräten einsetzen, haben nach eigenen Angaben bislang keine Qualitätsprobleme damit. (sda)

Deine Meinung