Bancomat-Sprengung in Solothurn - «Wir sind bestürzt»
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Bancomat-Sprengung in Solothurn«Wir sind bestürzt»

An der Brunngrabenstrasse in Solothurn West haben in der Nacht auf Mittwoch Diebe einen Bancomaten der Baloise Bank SoBa AG gesprengt. Zuvor lösten sie diesen mit einem Sprengsatz aus der Verankerung.

von
Samina Stämpfli

Darum gehts

  • In der Solothurner Weststadt wurde in der Nacht auf Mittwoch ein SoBa-Bancomat gesprengt.

  • Die Täter sind flüchtig; die Polizei sucht Zeugen.

  • Bei der Bank ist man bestürzt. Besondere Sicherheitsvorkehrungen im Hinblick auf den Vorfall sind aber keine angedacht.

Unbekannte haben in der Nacht auf Mittwoch einen Bancomaten der Baloise Bank SoBa AG gestohlen. Sie zerschmetterten zudem die Scheiben des angrenzenden Coop-Supermarkts und hinterliessen eine Szene der Verwüstung. «Die Rauchsäulen waren von weitem zu sehen», schilderte ein News-Scout die Szenerie gegenüber 20 Minuten. Ein weiterer Anwohner spricht von einem «gigantischen Knall», der die halbe Nachbarschaft aufgeweckt habe. Weiter berichten Zeugen, dass einer der beiden Männer mit der Box aus dem Gebäude kam, während der andere Wache gestanden habe. Gemeinsam seien sie mit einem Roller geflüchtet.

«Gigantischer Knall»: Ein News-Scout fand das Gebäude an der Brunngrabenstrasse in Solothurn Brühl so vor.

20Min/News-Scout

Das Ganze sei kurz nach 02:30 Uhr passiert, der Sprecher der Kantonspolizei Solothurn bestätigte gegenüber 20 Minuten, dass «ein Bancomat in der Solothurner Weststadt gesprengt wurde». Am Mittwochvormittag bestätigte sie den Vorfall in einer Medienmitteilung. Nach der Sprengung sind demnach mehrere Polizeipatrouillen umgehend ausgerückt. Der Bancomat sei durch die Sprengung komplett zerstört worden, am Gebäude sei erheblicher Sachschaden entstanden.

«Wir sind bestürzt»

Es ist das erste Mal, dass die SoBa von einer Bancomat-Sprengung betroffen ist. Wir sind natürlich bestürzt», schreibt die Baloise Group auf Anfrage. Glücklicherweise seien keine Mitarbeitenden oder Anwohner zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens werde derzeit evaluiert. Angaben darüber, wie viel Bargeld erbeutet wurde, macht die Bank aus ermittlungstaktischen Gründen keine.

Grundsätzlich seien Bancomaten sehr solide in ihrem jeweiligen Standort verankert und gut gesichert, schreibt die Baloise Bank. Deswegen brauche es auch eine solche enorme Gewalteinwirkung, um sie zu öffnen respektive zu entfernen. Eine Erhöhung des Sicherheitsdispositivs sei nicht angedacht, doch würden Schutzkonzepte für Bancomaten «unabhängig von solchen Zwischenfällen laufend geprüft und angepasst», so Baloise-Sprecher Roberto Brunazzi.

Da seit der Corona-Pandemie zudem generell weniger Bargeld benötigt werde und man seit letztem Jahr den Bargeldlieferdienst Cash@home eingeführt habe, prüfe man zudem die Möglichkeit, künftig die Füllmengen von Bancomaten noch weiter zu reduzieren.

Die Täter konnten vor Eintreffen der Polizei flüchten. Wer Angaben zur Tat, zur möglichen Täterschaft oder Fluchtweg machen könne, ist gebeten, sich mit der Kantonspolizei Solothurn in Verbindung zu setzen (032 627 70 00).

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