Aktualisiert 16.02.2005 17:46

Explosion im Süden Irans: Sprengarbeiten an Damm

Der zunächst vermutete Raketenbeschuss erwies sich nach Angaben der Behörden als Sprengarbeit für einen Staudamm.

Eine Explosion in der südiranischen Provinz Buschir hat am Mittwoch für Aufregung gesorgt.

Die Explosion in der Nähe der Hafenstadt Dailam sei gegen 10.30 Uhr absichtlich ausgelöst worden, «um für eine Strasse bei Kossar ein Loch in den Felsen zu sprengen». Dies sagte ein Sprecher des Obersten Rates der Nationalen Sicherheit.

Es handle sich «keinesfalls» um einen Angriff auf iranische Atomanlagen. Explosion ereignete sich in der Nähe der Hafenstadt Dailam, die rund 150 Kilometer von der iranischen Atomanlage Buschir entfernt liegt. Die mit russischer Hilfe gebaute Anlage soll Ende Jahr ihren Betrieb aufnehmen.

Rakete oder Treibstofftank

Nach Bekanntwerden der Explosion hatten sowohl die USA als auch Israel umgehend versichert, sie hätten mit dem Vorfall nichts zu tun.

Der arabische Dienst des staatlichen Fernsehsenders IRIB Al-Alam hatte berichtet, Einwohner der Stadt Dailam hätten eine Explosion gehört und beobachtet, wie ein Flugzeug rund 20 Kilometer von der Stadt entfernt eine kleine Rakete abgeschossen habe.

Später berichtete der Sender unter Berufung auf andere Quellen, möglicherweise sei die Explosion durch einen Treibstofftank ausgelöst worden, den ein iranisches Flugzeug verloren habe.

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