Aktualisiert 25.09.2014 15:10

Acht Verletzte in Pratteln

Explosion nach Suizid-Versuch - Mann angeklagt

Nach der Explosion in einem Wohnblock in Pratteln vom 14. April 2012 hat die Staatsanwaltschaft Baselland Anklage gegen einen damaligen Bewohner erhoben.

Bei der Explosion waren acht Personen verletzt worden, ein Hausteil war in sich zusammengestürzt. Die Anklage gegen den Mieter lautet auf vorsätzliche wie auch fahrlässige Verursachung einer Explosion sowie weitere damit zusammenhängende Delikte, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Das nach der Explosion eingeleitete umfangreiche Untersuchungsverfahren sei damit abgeschlossen.

Die Strafuntersuchung habe ergeben, dass vor der Explosion eine bewusste Manipulation am Gasherd zum Austritt von Gas geführt hat. Als Motiv stehe ein Suizidversuch im Vordergrund.

Ein Expertengutachten im Auftrag der Staatsanwaltschaft hatte zuvor einen technischen Defekt als Explosionsursache ausgeschlossen, wie schon früher bekannt geworden war. Die Gasleitungen des Hauses seien dicht gewesen und die Zündsicherung am Gasherd in der Unglückswohnung habe einwandfrei funktioniert.

Die Explosion im Prattler Längiquartier hatte sich an einem Samstagnachmittag ereignet. Dabei waren zwei Stockwerke am Kopfende des vierstöckigen Wohnblocks in sich zusammengestürzt. Die meisten der acht Verletzten waren von Rettungskräften aus den Trümmern geborgen worden. (sda)

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