Zugverkehr in München lahmgelegt – Fliegerbombe explodiert auf Baustelle – Arbeiter schwer verletzt
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Zugverkehr in München lahmgelegtFliegerbombe explodiert auf Baustelle – Arbeiter schwer verletzt

Am Mittwoch ereignete sich auf einer Baustelle in München eine Explosion. In Deutschland wird immer wieder Munition aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, die aber meist sicher unschädlich gemacht werden kann.

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Am Mittwochnachmittag kam es auf einer Baustelle unweit des Hauptbahnhofs München zu einer Detonation.

Am Mittwochnachmittag kam es auf einer Baustelle unweit des Hauptbahnhofs München zu einer Detonation.

dpa/Sven Hoppe
Ursache dürfte nach ersten Erkenntnissen eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gewesen sein.

Ursache dürfte nach ersten Erkenntnissen eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gewesen sein.

Sven Hoppe/dpa
Bei der Explosion wurden drei Personen verletzt, eine davon schwer.

Bei der Explosion wurden drei Personen verletzt, eine davon schwer.

dpa/Sven Hoppe

Darum gehts

  • In München detonierte am Mittwoch eine alte Fliegerbombe.

  • Die 250-Kilogramm-Bombe wurde bei Bauarbeiten in der Nähe des Hauptbahnhofs angebohrt.

  • Nach ersten Erkenntnissen wurden bei der Explosion drei Personen verletzt, eine davon schwer.

Bei Bauarbeiten ist am Mittwoch nahe dem Münchner Hauptbahnhof eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Vier Menschen seien dabei verletzt worden, einer von ihnen schwer, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Bahnverkehr nach und ab München musste vorübergehend vollständig eingestellt werden, es kam zu erheblichen Verspätungen im Nah- und Fernverkehr.

In den Münchner Bahnanlagen wird seit längerem in grossem Stil gebaut, weil dort eine zweite Stammstrecke für das überlastete S-Bahnnetz entsteht. Die Explosion ereignete sich in einem Baustellenbereich nahe der Donnersberger Brücke. Diese liegt im direkten Streckenbereich des Hauptbahnhofs, sämtliche ein- und ausfahrende Züge müssen die Brücke passieren.

Arbeiter im Schockraum des Spitals eingeliefert

Wie der Feuerwehrsprecher sagte, waren die Bauarbeiter mit Bohrarbeiten im Erdreich beschäftigt. Laut Polizei handelte es sich um Tunnelarbeiten. Dabei hätten sie die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe – einen Blindgänger – angebohrt und zur Explosion gebracht.

Drei der Arbeiter wurden verletzt, einer von ihnen kam in den Schockraum des Krankenhauses. Während der Rettungsarbeiten habe sich ein weiterer Verletzter gemeldet, der durch herumfliegende Teile leicht verletzt worden sei, sagte der Feuerwehrsprecher. Durch die Wucht der Detonation sei zudem ein Radlader umgekippt.

Beeinträchtigungen im Zugverkehr

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte bei einem Besuch am Unglücksort, er hoffe sehr, dass der schwer verletzte Bauarbeiter vollständig genese. Experten vom Kampfmittelräumdienst untersuchten weitflächig das Gelände um den Explosionsort. Sie konnten am Mittwochnachmittag wieder Entwarnung geben, weshalb der Zugverkehr wieder anrollen konnte.

Die Bahn erklärte, es sei aber weiter mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Es könne auch im Nachgang der Sperrung zu Ausfällen von Zügen oder Halten kommen. Die S-Bahn blieb vorerst gesperrt.

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(AFP/bho)

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