Aktualisiert 28.07.2004 21:43

Explosion vor Kleidergeschäft Fenster- und Schaufensterscheiben zerborsten

Vor einer Kleiderboutique in der Thuner Innenstadt ist es am frühen Mittwochmorgen zu einer Explosion gekommen. Unbekannte haben einen Sprengkörper gezündet. Verletzt wurde niemand, hingegen gingen Fensterscheiben in die Brüche.

Auf das Geschäft war bereits im April ein Farbanschlag verübt worden. Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist unklar. «Wir ermitteln in alle Richtungen», sagte der Thuner Polizeichef Erwin Rohrbach an einer Medienkonferenz.

Zum Farbanschlag im April hatten sich seinerzeit Linksautonome Kreise bekannt. Das Kleidergeschäft war wegen dem Verkauf einer bestimmten Kleidermarke wiederholt mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung gebracht worden.

In der Nacht auf Mittwoch wurde an der Fassade des Kleidergeschäfts ein Schriftzug gegen Rechtsextremismus angebracht. Ein politisches Motiv für die Explosion könne er weder bestätigen noch dementieren, erklärte Rohrbach. Ein Bekennerschreiben liegt nicht vor.

Die Explosion wurde laut Rohrbach mit Pyrotechnika verursacht. Worum es sich dabei genau handelt, wird ebenfalls noch untersucht. Bei der Explosion wurde die Ladentüre stark in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Druckwelle gingen gegenüber dem Geschäft zahlreiche Fensterscheiben und Schaufenster in die Brüche. Die Höhe des Sachschadens ist noch unbekannt.

(sda)

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