Ukraine beschuldigt Russland: Explosionen erschüttern die abtrünnige Moldau-Republik Transnistrien 
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Ukraine beschuldigt RusslandExplosionen erschüttern die abtrünnige Moldau-Republik Transnistrien 

In Tiraspol ist offenbar das Gebäude des Ministeriums für Staatssicherheit beschossen worden. Die Ukraine macht Russland für den Angriff verantwortlich.

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Das Ministerium für Staatssicherheit in der transnistrischen Hauptstadt Tiraspol soll mit Panzerabwehrmunition beschossen worden sein.

Das Ministerium für Staatssicherheit in der transnistrischen Hauptstadt Tiraspol soll mit Panzerabwehrmunition beschossen worden sein.

Twitter/Liveuamap
Auf Fotos, deren Echtheit nicht überprüft werden konnte, waren eingeschlagene Scheiben und ein zertrümmerter Eingang zu sehen.

Auf Fotos, deren Echtheit nicht überprüft werden konnte, waren eingeschlagene Scheiben und ein zertrümmerter Eingang zu sehen.

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Putin-General Rustam Minnekajew erkärte vergangene Woche, dass sich Russland die gesamte Schwarzmeerküste der Ukraine einverleiben wolle.

Putin-General Rustam Minnekajew erkärte vergangene Woche, dass sich Russland die gesamte Schwarzmeerküste der Ukraine einverleiben wolle.

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Darum gehts

  • In der transnistrischen Hauptstadt Tiraspol ist offenbar das Gebäude des Ministeriums für Staatssicherheit angegriffen worden.

  • In der Republik Moldau geht die Angst um, dass Russland in Transistrien einmarschieren könnte.

  • Die Ukraine beschuldigt Russland für den neusten Angriff. Moskau folge dem Ziel, die Lage in der Konfliktregion weiter zu destabilisieren.

In der an die Ukraine grenzenden Konfliktregion Transnistrien ist nach Angaben der örtlichen Behörden das Ministerium für Staatssicherheit beschossen worden. Demnach wurde das Gebäude in der transnistrischen Hauptstadt Tiraspol durch Explosionen beschädigt. Auf Fotos, deren Echtheit nicht überprüft werden konnte, waren eingeschlagene Scheiben und ein zertrümmerter Eingang zu sehen. Die Behörden teilten am Montag mit, dass das Gebäude mit Panzerabwehrmunition beschossen worden sei. Es sei wegen eines arbeitsfreien Tags niemand zu Schaden gekommen. Russland hat in der von der Republik Moldau abtrünnigen Region Soldaten stationiert.



Der Krieg in der benachbarten Ukraine sorgt in  Moldau für Unruhe. In der vergangenen Woche hatte der ranghohe russische General Rustam Minnekajew gesagt, Aufgabe der russischen Armee sei es, die Kontrolle über den Donbass und die Südukraine zu erlangen. Auf diese Weise könne eine Landverbindung zur annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sowie nach Transnistrien hergestellt werden. Russischsprachige Menschen würden dort «unterdrückt», behauptete Minnekajew.

Das Aussenministerium in Chisinau bestellte wegen der Äusserungen des Generals den russischen Botschafter ein und forderte Moskau zum Respekt der «Souveränität und territorialen Integrität» der Republik Moldau auf. Transnistrien gehört völkerrechtlich zur Republik Moldau. Das dortige De-facto-Regime wird von Russland unterstützt und offiziell von keinem Land der Welt als souveräner Staat anerkannt.

Die Ukraine macht Russland für den Angriff verantwortlich

Die moldauischen Behörden teilten in der Hauptstadt Chisinau mit, dass nicht klar sei, wer geschossen habe. Es handele sich aber offenkundig um eine Provokation mit dem Ziel, die Lage in der Konfliktregion zu destabilisieren. Die Ukraine gab Moskau die Schuld an dem Beschuss.

Der ukrainische Militärgeheimdienst in Kiew warf Russland vor, mit dieser Provokation Panik schüren zu wollen. Demnach könnten die in Transnistrien stationierten Truppen versuchen, von dort aus die Ukraine in Richtung der Stadt Odessa am Schwarzen Meer anzugreifen. 

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Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(DPA/job)

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