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Bombardement von ukrainischen Städten«Explosionen sind so stark, dass es immer Zivilbevölkerung trifft»

Russland greift mit Bomben und Raketen verschiedene Städte in der Ukraine an. Die Waffen wurden aber eigentlich gar nicht für diese Kriegsführung entwickelt und der Experte zeigt sich besorgt über die Situation. 

Daniel Suda-Lang ist Geschäftsführer von Handicap International Schweiz und betreut unter anderem Kriegsopfer. Bei dem Angriff in Charkiw wurden nach ukrainischen Angaben 35 Menschen verletzt, zehn sind gestorben. «Die Waffen, die entwickelt worden sind für Kriegshandlungen auf offenem Feld oder über dem Meer, werden jetzt über Städten eingesetzt», sagt Suda-Lang gegenüber 20 Minuten. Es wird zwar immer beteuert, dass nur militärische Ziele anvisiert werden, aber bei solchen Waffen ist die Explosion so stark, dass es die Zivilbevölkerung meistens auch trifft. Gemäss Handicap sind 90% der Opfer Zivilisten, wenn besiedelte Gebiete mit Bomben und Raketen angegriffen werden. 

Russland setzt verschiedene Arten von Waffen ein, unter anderem auch Clusterbomben. Dieser Bombenteppich ist besonders verheerend, da man nicht präzise Ziele treffen kann, sondern ganze Gebiete zerbombt. Über 160 Nationen haben sich einem Verbot dieser Waffen angeschlossen. Die USA, China und auch Russland haben das Abkommen nicht unterzeichnet und setzen sie immer noch ein. «Es kann das Haus zusammenstürzen, in dem man ist. Dass man eingeklemmt wird. Wobei man ein Bein, zwei Beine oder einen Arm verliert. Es gibt natürlich auch viele Todesfälle, wo die Leute direkt sterben. Es gibt andere innere Verletzungen, die man nicht sofort sieht, aber auch schwer sind», berichtet Daniel Suda-Lang.

Handicap International ist schon jetzt an der rumänischen Grenze und probiert, Flüchtlingen zu helfen. Neben körperlichen Verletzungen werden viele Menschen vom Krieg auch ein Trauma davontragen, befürchtet die Organisation.

My 20 Minuten

(Team Video News)

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