Expo.02: Wolke Blur gesprengt
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Expo.02: Wolke Blur gesprengt

In Yverdon-les-Bains ist das letzte Relikt der Expo.02 verschwunden. Die verbleibende Metallstruktur der Wolke «Blur» wurde gesprengt.

Vier Sprengladungen mit vier Kilo Sprengstoff waren unter Wasser am Metallgerüst angebracht worden, wie Expo.02-Sprecher Laurent Paoliello erklärte. Es handelte sich eigentlich um eine Implosion: Die Metallträger und Zugseile sackten in sich zusammen. Geländer und Gitterroste waren zuvor entfernt worden.

Der Sprengung wohnten rund 100 Schaulustige bei, darunter ehemalige Mitarbeitende der Arteplage von Yverdon. Der ehemalige technische Expo-Direktor Ruedi Rast bedauerte das Verschwinden der modernen architektonischen Struktur. Die geplante Umwandlung des Gerüstes in ein Raumfahrt-Museum war in einer Volksabstimmung gescheitert.

Letzte Pfähle in Neuenburg

Der Haufen von Metallteilen, der nun im Wasser liegt, wird mit Hilfe von Schneidbrennern bis Mitte Juli weggeräumt. Die 700 Tonnen Stahl der Struktur werden eingeschmolzen. Das Metall ist bereits verkauft. Die vier tragenden Säulen der Struktur ruhten auf 36 Pfählen. Diese werden bis Ende August ausgerissen.

Die Wolkenstruktur war das letzte sichtbare Überbleibsel der Expo.02. In Neuenburg ragen noch 55 Pfähle aus dem Wasser, die es noch zu entfernen gilt. Sie dienten als Stützpfeiler für die dortige Arteplage. Die Ziehung des letzten Pfahls - zirka am 24. Juni - soll mit einer kleinen Feier abgeschlossen werden.

(sda)

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