Salznotstand: Express-Lieferung Salz von Pratteln nach Sotschi
Aktualisiert

SalznotstandExpress-Lieferung Salz von Pratteln nach Sotschi

Weil an den Olympischen Spielen in Sotschi das Salz für die Pistenpräparation ausging, musste die Schweizer Rheinsaline aus Pratteln notfallmässig einspringen.

von
Camille Haldner
In Sotschi fehlte Salz zur Pistenpräparation, weshalb die Schweizer Rheinsaline aus Pratteln Abhilfe schaffen musste.

In Sotschi fehlte Salz zur Pistenpräparation, weshalb die Schweizer Rheinsaline aus Pratteln Abhilfe schaffen musste.

Während die Welt gespannt die Olympischen Winterspiele in Sotschi verfolgte, ging den Verantwortlichen wegen der anhalten warmen Temperaturen das Salz für die Pistenpräparation aus. Innert kürzester Zeit musste Nachschub her, weshalb der Renndirektor des Internationalen Ski-Verbandes (FIS), Hans Pieren, sich an die Schweizer Rheinsaline in Pratteln wendete.

«Pieren hat sich bei uns gemeldet und gesagt, dass sie in Sotschi notfallmässig 24 Tonnen Salz benötigen», erzählt Geschäftsführer Urs Hofmeier. Den Verkauf und Transport in so kurzer Zeit zu organisieren, sei nicht einfach gewesen. Im Winter komme es immer mal wieder vor, dass einer Gemeinde das Salz ausgehe und man schnell reagieren müsse. «Doch das ist schon ein aussergewöhnlicher Fall gewesen.»

Innert 24 Stunden auf Sotschis Pisten

Sogar die «New York Times» berichtete über die Aktion. Ein Lastwagen brachte das Salz im Wert von 5000 Franken schliesslich an den Flughafen Zürich, dann wurde es nach Sotschi geflogen. Das Salz konnte schon 24 Stunden später in Sotschi auf den Pisten verstreut werden und diese härten.

Denn richtig dosiert führt das Salz dazu, dass der Schnee in der oberen Schicht schmilzt und als kalte Flüssigkeit versickert. Dank der entstehenden Eisschicht kann die Piste auch bei hoher Temperatur befahren werden.

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