ExpressPost wird ausgelagert

Aktualisiert

ExpressPost wird ausgelagert

Die ExpressPost wird auf Anfang 2004 definitiv in eine eigene Aktiengesellschaft (AG) ausgegliedert. Das soll 370 Arbeitsplätze sichern.

Laut Post soll durch diese Massnahme nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Bereichs gestärkt werden - auch die 370 Arbeitsplätze sollen so gesichert werden. Die Gewerkschaften gaben ihren Widerstand auf. Dafür ist ein Firmen-GAV geplant.

Der Verwaltungsrat der Schweizerischen Post beschloss die Verselbstständigung der ExpressPost am (gestrigen) Montag, wie es in der Mitteilung heisst. Das Aktienkapital der ExpressPost AG wird laut Auskunft von Post-Sprecher Oliver Flüeler von 100.000 auf eine Million Franken aufgestockt. Die ExpressPost AG bleibt zu 100 Prozent im Besitz der Post.

Angestrebt werden mit der Verselbstständigung mehr Flexibilität, höhere Kooperationsfähigkeit und eine konkurrenzfähige Kostenstruktur, wie es in der Mitteilung heisst. Nur so könne die ExpressPost langfristig im harten Wettbewerb überleben, den Kunden Dienstleistungen und Lösungen rasch und zu Marktkonditionen anbieten und Arbeitsplätze sichern. Laut Flüeler arbeiten 437 Personen auf den insgesamt 372 ExpressPost-Stellen.

Hervorgehoben wurde von der Post, dass sie sich mit den Gewerkschaften Kommunikation und transfair auf Verhandlungen über einen Firmen-Gesamtarbeitsvertrag (GAV) im ersten Halbjahr 2004 einigte. Die Überführung des Personals in die neue Tochtergesellschaft ist nach den Verhandlungen zum neuen Gesamtarbeitsvertrag auf Anfang 2005 vorgesehen.

Die Gewerkschaften zeigten sich weiterhin skeptisch. Die Gewerkschaft Kommunikation bezeichnete die Verselbstständigung der ExpressPost in einer Mitteilung als «nach wie vor falschen Entscheid». Die Gewerkschaft transfair schrieb, sie wehre sich «der Not gehorchend» nicht mehr gegen die Auslagerung der Expresspost, da es primär um die Sicherung der rund 370 Arbeitsplätze gehe. Der Firmen-GAV sei ein gangbarer Kompromiss. (dapd)

Deine Meinung