«Hostel»: Extrem-Schocker, der an die Grenze des Erträglichen geht
Aktualisiert

«Hostel»Extrem-Schocker, der an die Grenze des Erträglichen geht

«Der Film, den Sie nicht zu sehen bekommen sollten»: So oder ähnlich könnte der Slogan auf der DVD-Hülle lauten – zumindest in der Schweiz.

Denn «Hostel» wurde im Frühling dieses Jahres von den Schweizer Kinos als zu brutal eingestuft und aus dem Programm gekippt. Dabei beginnt der Film alles andere als blutig. Über geschlagene 45 Minuten begleitet man zwei junge Amerikaner, die mit einem Isländer durch Europa reisen, bereit für ein paar Wochen Euro-Madness. Eines Abends erfährt das Trio von einer Herberge irgendwo in der Nähe von Bratislava, wo wunderhübsche, willige Slowakinnen auf Ausländer warten.

Tatsächlich kommen die hormongetriebenen Jungs zu einer verheissungsvollen Nacht im «Hostel», doch bereits am nächsten Tag verwandelt sich die Lusthöhle in einen blutigen Albtraum: Die Gäste müssen superreichen Geschäftsleuten, die den ultimativen Kick suchen, als Folteropfer hinhalten.

«Hostel» hat in Horror-Fankreisen den Ruf eines Extrem-Shockers, der bis an die Grenzen des Erträglichen geht. Minutenlang werden Körperteile abgesägt, wird das Leiden der Opfer zelebriert. Solche Folterszenen, sagen Regisseur Eli Roth und Produzent Quentin Tarantino, seien Ausdruck unserer Zivilisation.

Die Schweizer Kinos waren bekanntlich anderer Meinung, was sich offenbar auch auf die DVD-Version auswirkte: Der Film liegt in einer gekürzten Fassung vor.

Philippe Zweifel

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