Extremisten haben in der Schweiz um Asyl ersucht
Aktualisiert

Extremisten haben in der Schweiz um Asyl ersucht

Zwei führende Mitglieder der für die Anschläge in Istanbul verantwortlichen türkischen Extremistengruppe haben in der Schweiz um Asyl ersucht. Dies bestätigte die Sprecherin des Bundesamtes für Polizei (BAP), Daniele Bersier, am Sonntag zu einem Bericht der «NZZ am Sonntag».

Die beiden Mitglieder der Gruppe «Front der Vorkämpfer für einen Grossen Islamischen Osten» (IBDA-C) halten sich seit kurzer Zeit in der Schweiz auf. Sie haben im November ein Asyl gesuch gestellt. Das BAP prüft nun, ob es Hinweise auf strafbare Handlungen gibt und ob sie eine Gefahr für die Sicherheit des Landes oder für die Beziehungen der Schweiz zur Türkei darstellen.

Der Dienst für Analyse und Prävention (DAP) hatte von der Anwesenheit der beiden Islamisten einerseits durch das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) und anderseits durch eine türkische Internetseite erfahren, wo die beiden von ihrer Einreise in die Schweiz berichtet hatten. Das BAP und das BFF prüfen nun gemeinsam, ob es auch Asyl-Ausschlussgründe oder Asylunwürdigkeit gibt. Zudem wird abgeklärt, auf welcher Reiseroute die beiden in die Schweiz gelangt sind und ob allenfalls ein Drittstaat sie zurücknehmen würde.

Die Extremistengruppe, der die beiden Asylsuchenden als führende Mitglieder angehören sollen, hatte sich zu den beiden Selbstmordanschlägen in Istanbul auf britische und jüdische Einrichtungen bekannt, bei denen am vergangenen 15. und 20. November über 50 Menschen ums Leben kamen.

Deine Meinung