Aktualisiert 23.04.2014 12:21

Entführung inMaliExtremisten töten französische Geisel

Gilberto Rodrigues Leal «ist tot, weil Frankreich unser Feind ist», teilte ein Sprecher einer islamistischen Bewegung in Mali mit. Der 62-Jährige war vor anderthalb Jahren auf einer Reise entführt worden.

Gilberto Rodrigues Leal wurde vor anderhalb Jahren in Mali entführt. Nun verkündeten seine Entführer seinen Tod.

Gilberto Rodrigues Leal wurde vor anderhalb Jahren in Mali entführt. Nun verkündeten seine Entführer seinen Tod.

Radikale Islamisten in Mali haben womöglich schon vor Wochen eine französische Geisel getötet. Das teilte das Büro von Präsident François Hollande am Dienstag mit. Beweise für den Tod von Gilberto Rodriguez-Leal gebe es bislang allerdings nicht. Der 62-Jährige war im November 2012 bei einer Reise durch Mauretanien und Mali entführt worden.

Vor der Regierungserklärung war die Nachrichtenagentur AFP nach eigenen Angaben von einem Mitglied der Dschihadisten-Gruppe Mujao telefonisch über den Tod von Rodriguez-Leal informiert worden. Er «ist tot, weil Frankreich unser Feind ist», erklärte der Extremist demnach. Das Büro von Hollande kündigte an, «alles zu tun, um die Wahrheit aufzudecken» und die Täter nicht ungestraft zu lassen.

Noch immer Geisel festgehalten

Frankreich hatte sich im Januar 2013 an die Spitze einer Offensive gegen islamistische Extremisten gesetzt, die Nordmali eingenommen und den Rest des Landes zu überrennen drohten. Dutzende Kämpfer wurden bei der Intervention getötet oder zurückgedrängt. Viele von ihnen flohen jedoch in Nachbarländer.

Im vergangenen Jahr waren sieben französische Geiseln in Mali in der Gewalt von Extremisten. Eines der Opfer soll im März getötet worden sein, die anderen kamen frei. Derzeit wird noch eine französische Geisel in dem westafrikanischen Land festgehalten. (sda)

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