Jemen: Extremisten ziehen sich aus Stadt zurück
Aktualisiert

JemenExtremisten ziehen sich aus Stadt zurück

Extremisten hatten für mehrere Stunden die Hafenstadt Huta im Süden Jemens eingenommen. Jetzt haben sie sich in die umliegenden Felder zurückgezogen.

Nach einem überraschenden Angriff im Morgengrauen und der teilweisen Einnahme der Hafenstadt Huta im Süden des Jemens haben sich die militanten Islamisten dort am Mittwoch wieder zurückgezogen. Sie hatten ganze Stadtviertel unter ihre Kontrolle gebracht.

Nach zwölf Stunden verliessen sie aber Huta und bezogen Stellungen in umliegenden Feldern, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Gründe für den Rückzug waren nicht bekannt.

Blutige Zusammenstösse in Jemen

Soldat kam ums Leben

Nach Feuergefechten mit Regierungsstreitkräften hatten die Angreifer zuvor ganze Stadtviertel eingenommen, verlautete aus Sicherheitskreisen. Ein Soldat kam demnach ums Leben, drei weitere wurden verwundet.

Zwischen 150 und 200 Angreifer, unter denen vermutlich auch Mitglieder der Terrorgruppe Al-Kaida seien, kontrollierten ein paar Stunden lang mehrere Bezirke im Süden von Huta, wie Sicherheitsbeamte sagten. Einige der Angreifer seien auch in Feldern vor der Stadt stationiert. Huta ist die Hauptstadt der Provinz Lahdsch.

Wie es weiter hiess, fuhren mehrere Extremisten am Mittwoch auch durch Teile der südlichen Hafenstadt Aden und eröffneten dort das Feuer auf Sicherheitskräfte. Weitere Details waren nicht bekannt.

Angreifer nutzen monatelange Unruhen im Land aus

Militante Islamisten haben die seit mehr als vier Monaten andauernden politischen Unruhen im Jemen ausgenutzt und schon Ende Mai zwei Städte im Süden des Landes eingenommen. In der Hauptstadt Sanaa stehen sich Anhänger und Gegner von Präsident Ali Abdullah Saleh gegenüber.

Saleh wurde Anfang des Monats bei einem Raktenangriff verletzt. Regierungssprecher Abdu al Dschanadi sagte am Mittwoch, Ermittler seien zu dem Ergebnis gekommen, dass eine «militärische» Gruppe für den Angriff verantwortlich sei. Damit spielte er offenbar auf Heereseinheiten an, die sich im März gegen Saleh gestellt und sich den Demonstranten angeschlossen hatten, die den Rücktritt des Präsidenten fordern. (dapd)

Deine Meinung