47 Länder in zehn Monaten – Extremsportler (18) will auf die höchsten Berge Europas

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47 Länder in zehn Monaten Extremsportler (18) will auf die höchsten Berge Europas

Der erst 18-jährige Abenteurer Tobias Renggli hat Grosses vor: Per Rennrad und zu Fuss will er die höchsten Berge aller Länder Europas besteigen. Seine Tour startet am 13. November.

von
Tino Limacher
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Der erst 18-jähirge Tobias Renggli aus Buchrain LU hat Grosses vor. 

Der erst 18-jähirge Tobias Renggli aus Buchrain LU hat Grosses vor.

Tobias Renggli
Per Rennrad möchte er in zehn Monaten 47 Länder in Europa bereisen. 

Per Rennrad möchte er in zehn Monaten 47 Länder in Europa bereisen.

Tobias Renggli
Zudem will er in jedem Land jeweils den höchsten Berg erklimmen. 

Zudem will er in jedem Land jeweils den höchsten Berg erklimmen.

Tobias Renggli

Darum gehts

  • Der 18-jährige Tobias Renggli aus Buchrain LU will in zehn Monaten 47 Länder mit seinem Rennrad bereisen. In jedem Land möchte er zudem den höchsten Berg erklimmen.

  • Als Inspiration für diese Tour diente seine Maturaarbeit, in dessen Rahmen er schon eine ähnliche Tour in der Schweiz absolviert hatte.

  • Seine Europa-Tour startet er am 13. November 2021.

Es ist kein leichtes Ziel, das sich der 18-jährige Abenteurer und Extremsportler Tobias Renggli gesetzt hat: In nur zehn Monaten will der Maturand alle 47 Länder in Europa mit dem Rennrad bereisen. In jedem Land will er zudem den höchsten Berg erklimmen. Als wäre dies nicht schon genug, macht er noch Halt in ungefähr 300 Städten und unzähligen Dörfern. Finanzieren wird er die Tour mit seinem Sold aus der Rekrutenschule, Förderbeiträgen und privaten Spenden, die er durch seine Website gewinnen konnte. Zudem konnte er Ausrüstungspartner für seine Tour mit an Bord holen, die ihm das notwendige Material zur Verfügung stellen. Doch was bewegt den jungen Sportler dazu, in solch jungen Jahren überhaupt eine solche Tour zu machen?

Maturaarbeit als Inspiration

«Als Mitglied im Berglauf-Nationalkader bin ich eher ein Wettkampf-Athlet, persönliche Projekte mit dem Rennrad sind eine zweite Leidenschaft von mir. Im Rahmen meiner Maturaarbeit ‹Tour dör d’Schwiiz› absolvierte ich dann bereits eine grössere Tour», so Renggli. Damals fuhr er mit seinem Rennrad quer durch die ganze Schweiz und bestieg in jedem Kanton den höchsten Berg. Dabei besuchte er auch noch alle 250 Städte der Schweiz in nur 38 Tagen. «Diese Tour hat mir so gut gefallen, dass ich das gleiche nun in ganz Europa machen will. Mit der zehnmonatigen Pause zwischen Militär und Studium bietet sich auch eine ideale Gelegenheit dazu», so der Extremsportler.

Die Herausforderung wartet

Nicht nur die enorme Strecke von 55’000 Kilometern wird eine grosse Herausforderung sein, sondern auch die Logistik: «Der Platz für mein Gepäck ist sehr stark begrenzt, sodass ich auch meine Zahnbürste auf zwei Zentimeter zerkleinert habe. Zum Übernachten benutze ich ein ultraleichtes Zelt und campiere irgendwo in der Natur, nicht zuletzt um so auch Kosten zu sparen», so Renggli. Der bewusste Verzicht auf Komfort hat aber auch seine praktischen Gründe: «Ich möchte so wenig Gepäck wie möglich mitschleppen, damit ich das Tagesziel von mindestens 200 Kilometern jeweils erreichen kann», so der Buchrainer.

Trotzdem kann er nicht auf alles verzichten: «Besonders die winterliche Witterung wird mir wahrscheinlich sehr zusetzen, weshalb ich diesbezüglich das Notwendige packen muss.» Die Reise wird Renggli alleine antreten: «Ich werde die Einsamkeit geniessen und mache mir keine grossen Sorgen, dass ich mich jemals alleine fühlen werde». Auch über das Scheitern macht er sich keine Gedanken: «Mir ist bewusst, dass es sehr ambitioniert ist, was ich vorhabe. Ich bin aber optimistisch, dass ich es schaffen kann.»

Das Entdecken ist das Schönste

Renggli startet seine Tour durch Europa am 13. November und beendet sie voraussichtlich im September nächsten Jahres. Seine Tour führt ihn zuerst nach Spanien und Portugal, um den kalten und nassen Winter Nordeuropas zu entfliehen. Um Weihnachten legt er einen Zwischenstopp bei seinen Liebsten in der Schweiz ein. Dann geht es nochmals nach Südeuropa Richtung Italien und Balkan. Wenn es wieder wärmer wird, bereist er schliesslich West- und Nordeuropa. Obschon Renggli einen sehr straffen Zeitplan hat, möchte er an Orten innehalten, die ihm wirklich gefallen. «Ich bin von Natur aus sehr neugierig und abenteuerlustig, weshalb ich mich aufs Entdecken an sich freue», so der junge Extremsportler.

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