Aktualisiert 12.10.2010 20:57

«Hot Mission»

F/A 18 jagen Eindringling über Luzern

Für grosse Aufregung haben am Dienstag zwei Überschallflüge über Luzerner Gebiet gesorgt. Es handelte sich um einen Notfalleinsatz der Luftwaffe.

von
Daniela Gigor
Zwei solche Kampfjets hatten einen notfallmässigen Einsatz zu erfüllen. (Keystone)

Zwei solche Kampfjets hatten einen notfallmässigen Einsatz zu erfüllen. (Keystone)

Kurz nach 16.20 Uhr wurde die Region Luzern am Dienstag von zwei unheimlichen Knallen erschüttert. «Ich dachte, ganz in der Nähe sei etwas in die Luft geflogen», sagt der Luzerner Mike Wey. Er sei unheimlich erschrocken. Grund für die hef­tigen Erschütterungen waren zwei F/A 18, die mit Überschallgeschwindigkeit – also mit mehr als 1000 km/h – über die Stadt flogen. Dazu kam es, weil die Luft­waffe in einem notfallmässigen Einsatz stand. Dies sagte Laurent Savary, stellvertretender Kommunikationschef der Luftwaffe, auf An­frage von 20 Minuten: «Weil ein Flugzeug den Luftraum verletzte, wurden zwei F/A 18 direkt vom Training im Wallis weg zu einer sogenannten ‹Hot Mission› beordert, um das Flugzeug visuell und per Funk zu identifizieren», so Savary. Um welchen Flugzeugtyp es sich dabei handelte, wird nicht bekannt gegeben. Der Fall wird dem Bundesamt für Zivilluftfahrt gemeldet.

Nachdem die Piloten der beiden F/A 18 das Flugzeug kontrolliert und die nötigen Daten aufgenommen hatten, war ihr Einsatz laut Savary beendet. Pro Jahr würden Militärpiloten zwischen 12 und 15 notfallmässige Einsätze fliegen. Savary: «Solche Inter­ventionen zeigen, dass die Luftwaffe benötigt wird.»

Wegen des Einsatzes sind bei der Luzerner Polizei ­mehrere Meldungen aus der ver­un­sicherten Bevölkerung eingegangen. «Auch ein geborstenes Fenster wurde gemeldet», so Mediensprecher Simon Kopp. Schäden können direkt dem VBS gemeldet ­werden.

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