Altstätten SG: Facebook-Community wehrt sich gegen berüchtigten Rüpel-Fahrer

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Altstätten SGFacebook-Community wehrt sich gegen berüchtigten Rüpel-Fahrer

Ein älterer Herr und Lenker eines roten Kleinwagens sorgt im Riet in Altstätten SG für Unmut. Anwohnende berichten davon, dass sie durch den Fahrstil des Mannes immer wieder in Gefahr gebracht werden.

von
Shannon Zangger
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Der Lenker dieses roten Kleinwagens bereitet den Anwohnenden von Altstätten SG Sorgen.

Der Lenker dieses roten Kleinwagens bereitet den Anwohnenden von Altstätten SG Sorgen.

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Anwohnende berichten von ihren Begegnungen mit dem rücksichtslosen Lenker.

Anwohnende berichten von ihren Begegnungen mit dem rücksichtslosen Lenker.

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Er missachtet bei seinen Fahrten diverse Verkehrsregeln und gefährdet dabei die Anwohnenden.

Er missachtet bei seinen Fahrten diverse Verkehrsregeln und gefährdet dabei die Anwohnenden.

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Darum gehts

  • Die Anwohnenden von Altstätten SG sind mit einem rücksichtslosen Lenker eines roten Kleinwagens überfordert.

  • Der ältere Herr fällt immer wieder negativ im Strassenverkehr auf.

  • Jennifer Rosenberg, eine direkte Anwohnerin, berichtet davon, dass der Mann in ihren Veloanhänger krachte, in dem sich ihr Hund befand.

  • Als ihre Kollegin ihn zum Anhalten bringen wollte, beschimpfte er sie und setzte seine Fahrt fort.

  • Die Polizei hat Kenntnis von dem Vorfall und bestätigt, dass eine Anzeige gegen den Mann erstattet worden ist.

Der Unmut über einen älteren, rücksichtslosen Lenker eines roten Kleinwagens mit der Tempobegrenzung 30 wird derzeit in einer Facebook-Gruppe kundgetan. Der Mann soll in Altstätten SG unterwegs sein und diverse Vortrittsregeln missachten und somit die Sicherheit und Gesundheit der Anwohnenden gefährden. «Ich musste mit meinem Pferd auch bereits aufpassen, damit er mich nicht überfährt. Er hat das Gefühl, dass alle für ihn ausweichen müssen, wenn er kommt», schreibt eine Facebook-Nutzerin in einer Facebook-Gruppe.

Vergangene Woche ereignete sich dann der Vorfall, der die ganze Diskussion auf dem sozialen Medium auslöste: «Ich bin auf der Suche nach diesem roten Auto, es ist Vollgas in meinen Veloanhänger gefahren», schrieb Jennifer Rosenberger auf Facebook. Der Post hat mittlerweile 84 Kommentare und ist voll mit ähnlichen Erfahrungsberichten über das rote Auto mit der Tempobegrenzung 30. 

«Mann beschimpfte meine Kollegin nach dem Vorfall»

Gegenüber 20 Minuten sagt Rosenberger zum Vorfall: «Mein zehnjähriger Hund sass hinten in meinem Veloanhänger. Ich sah, dass ein rotes Auto von links her um die Kurve rasen wollte, also konnte ich gerade noch rechtzeitig reagieren», sagt Jennifer Rosenberger aus Altstätten SG. Trotz ihres Ausweichmanövers sei das Auto in den Anhänger gekracht.

«Als meine Kollegin versuchte, den älteren Herrn zum Stoppen zu bringen, verlangsamte er nur etwas und beschimpfte meine Kollegin.» Danach sei er ohne zu zögern weitergefahren. «Ich war von diesem Verhalten schockiert, es hätte genauso gut ein Kleinkind in diesem Anhänger sein können», sagt Jennifer Rosenberger weiter.

Polizei ermittelt

Ihr Hund blieb bei diesem Vorfall unverletzt, lediglich der Anhänger trug einen kleinen Schaden davon. «Der Mann ist im ganzen Dorf bekannt und berüchtigt, er hat vor Jahren bereits einmal den Hund einer Kollegin überfahren», sagt die Frau. Das Tier sei dabei gestorben. Laut Rosenberger hat ihr die Community nun geholfen den Mann ausfindig zu machen. Sie habe ihn mittlerweile angezeigt.

Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigt dies auf Anfrage von 20 Minuten mit: «Die Kantonspolizei hat sich dieser Meldung angenommen und sie auch ernst genommen. Der mutmassliche Mann wird befragt. Zum gegebenen Zeitpunkt wird die Staatsanwaltschaft über eine mögliche Strafe entscheiden», sagt Pascal Helg, Mediensprecher bei der Kantonspolizei St. Gallen. Die mutmassliche Person war am Sonntag für 20 Minuten nicht für eine Stellungnahme erreichbar. 

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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