Weltweiter Ausfall: Facebook fast eine halbe Stunde offline
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Weltweiter AusfallFacebook fast eine halbe Stunde offline

«Was ist los mit Facebook?» Für Millionen von Usern war das soziale Netzwerk am späten Montagabend rund 25 Minuten nicht erreichbar. Der Grund für den Ausfall war ein DNS-Problem.

von
pre

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg soll einmal gesagt haben, sein soziales Netzwerk könne gar nicht abstürzen, da viel zu viele Server im Einsatz stehen würden. Der späte Montagabend bewies allerdings das Gegenteil: Facebook war weltweit ab zirka 23.45 Uhr Schweizer Zeit für rund 25 Minuten «down», wie die Tech-Newssite CNET berichtete.

Grund für den Ausfall war ein DNS-Problem, wie Facebook mitgeteilt hat. «Wir haben eine Änderung bei unserer DNS-Stuktur vorgenommen. Diese Änderung führte dazu, dass einige User die Webseite nicht erreichen konnten. Wir haben das Problem erkannt und sofort behoben. Wir sind zu 100 Prozent zurück und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten», teilte ein Facebook-Vertreter CNET mit.

Lediglich bestimmte Apps und Seiten für Beta-Tester waren offenbar noch verfügbar. Zu Beginn der «Downtime» sollen viele Nutzer von mobilen Anwendungen gar nicht betroffen gewesen sein.

Letzter Totalausfall vor zwei Jahren

Zirka 25 Minuten nach den ersten Problemen schienen die meisten Facebook-Dienste wieder verfügbar – zumindest für die überwiegende Zahl der Nutzer. Offensichtlich schalteten die Systemadministratoren das Netzwerk nach und nach für bestimmte Anwender wieder frei. Während einige bereits wieder fleissig «posteten» und «likten», ging bei anderen noch gar nichts.

Facebooks Stabilität ist einer der grössten Pluspunkte des Unternehmens. Doch immer wieder kommt es zu Problemen. Vor zwei Jahren kam es bereits zu einem ähnlichen Zwischenfall. Aufgrund eines Fehlers in der API (Programmierschnittstelle) von Facebook fiel das soziale Netzwerk am 23. September 2010 für mehrere Stunden aus.

«Anonymous» am Werk?

Der Totalausfall von Facebook blieb natürlich nicht unbemerkt. Über andere Netzwerke wie Twitter beschwerten sich die Nutzer, dass die Seite nicht erreichbar sei. «#facebookdown» avancierte sofort zum heiss diskutierten Thema. Aus aller Welt fragten User, ob sie alleine mit dem Problem dastünden, dass Facebook offline sei.

Vereinzelt wurde bei Twitter die Online-Aktivistengruppe «Anonymous» mit der «Downtime» in Verbindung gebracht. In der Vergangenheit gab es mehrmals Ankündigungen aus der Hackerszene, dass man das Portal angreifen werde. Es gibt im Moment jedoch keine Anhaltspunkte, dass Hackerangriffe für den Ausfall von Facebook verantwortlich sein könnten.

Stunden zuvor hatte es auch bei Google technische Probleme gegeben: Der Nachrichtendienst Gmail und andere Funktionen waren für viele Nutzer während 30 bis 40 Minuten ebenfalls nicht erreichbar.

Der verfrühte Weltuntergang

Bei Twitter nahmen viele Nutzer die «Downtime» von Facebook mit Humor. Der deutsche Blog «Netzpolitik» schrieb in seinem Twitter-Channel mit viel Sarkasmus: «In neun Monaten werden wir vielleicht einen Geburtenanstieg erleben.» Ob das nun der um 10 Tage verfrühte Weltuntergang sei, fragten sich viele im Hinblick auf das bevorstehende Ende des Maya-Kalenders am 21. Dezember. User «Monty» (@mdariani) sah hingegen das Positive. Er schrieb, dass nun die weltweite Produktivität um 180 Prozent gestiegen sei.

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