Aktualisiert 22.04.2014 13:05

Kapo SGFacebook führt zu Fahndungserfolgen

Seit November 2012 verarbeitet die St.Galler Kantonspolizei ihre Meldungen und Fahndungsaufrufe auch via Facebook. Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz.

von
taw
Seit 2012 setzt die Kantonspolizei St.Gallen auch auf Facebook. (Bild: Screenshot Facebook)

Seit 2012 setzt die Kantonspolizei St.Gallen auch auf Facebook. (Bild: Screenshot Facebook)

Auch für die Polizei ist Facebook unverzichtbar geworden, was Mitteilungen und Informationen betrifft. «Was für die Bürger früher das Telefon war, ist heute Facebook, wenn man der Polizei etwas zu berichten hat», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der St. Galler Kantonspolizei. Über das Portal habe man einen direkten Draht zur Polizei.

Gute Wünsche und Anteilnahme

«Die Rückmeldungen hängen stark von der Attraktivität des Falles ab», so Krüsi gegenüber dem «Regionaljournal SRF» «Wenn ein Fall stark emotional bewegt und auch die mediale Präsenz hoch ist, steigt auch die Zahl der Likes.» Auch Festnahmen von Ausländern lösen laut Krüsi viele Rückmeldungen aus: «Da haben wir ein Auge drauf. Alle Kommentare, die gegen das Rassismusgesetz verstossen, werden gelöscht».

Bei tragischen Vorfällen, finden sich in den Rückmeldungen laut dem Kapo-Sprecher oft gute Wünsche für die Angehörigen oder man äussert sich schockiert über eine Tat.

«Auf reges Interesse stossen zudem Meldungen mit Tieren», sagt Krüsi. So haben etwa die geretteten Entenküken, die Anfang April von einem Ladendach in Buchs fielen (20 Minuten berichtete) für zahlreiche Reaktionen gesorgt.

Zur Klärung beigetragen

Zusammen mit anderen Informationen haben Rückmeldungen via Facebook laut Krüsi schon zur Klärung von Fällen beigetragen. So etwa bei einem Fall vergangenen Sommer: Damals wurde in Altstätten ein fünfjähriger Bub beim Überqueren der Strasse von einem roten Liefewagen erfasst und schwer verletzt. Der Lenker setzte seine Fahrt unbeirrt fort, die Polizei suchte nach Zeugen. «Der Fall hat in der Bevölkerung heftige Emotionen ausgelöst. Den Fahrer konnten wir dank einem Hinweis via Facebook ermitteln», so Krüsi. Der Kapo-Sprecher ist überzeugt, dass der Auftritt auf Facebook der polizeilichen Arbeit dient.

Negative Kommentare kommen laut Krüsi auch mal vor, aber damit müsse man leben. «Nicht jeder ist mit unserer Arbeit immer zufrieden. Gelöscht werden aber nur Kommentare, die gegen das Gesetz verstossen», so Krüsi.

Der Aufwand für den Unterhalt des Accounts ist nicht gross: Er liegt laut Krüsi bei weniger als einer Stunde pro Tag.

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