Aktualisiert 15.01.2015 15:13

Testlauf

Facebook lanciert Netzwerk für Arbeitswelt

Das soziale Netzwerk will auch in der Arbeitswelt mitmischen. Das Unternehmen testet seit Mittwoch das Netzwerk «Facebook at Work».

von
pst
1 / 3
Das bisher im Privatbereich tätige soziale Netzwerk Facebook prescht in die Arbeitswelt vor und testet derzeit in ausgewählten Firmen den neuen Service «Facebook at Work».

Das bisher im Privatbereich tätige soziale Netzwerk Facebook prescht in die Arbeitswelt vor und testet derzeit in ausgewählten Firmen den neuen Service «Facebook at Work».

Flickr
Um den Dienst vollumfänglich nutzen zu können, muss die dazugehörige «Facebook at Work»-App im iTunes-Store heruntergeladen werden.

Um den Dienst vollumfänglich nutzen zu können, muss die dazugehörige «Facebook at Work»-App im iTunes-Store heruntergeladen werden.

iTunes
Zu einem späteren Zeitpunkt soll die App auch für Android-Geräte erscheinen. Wann «Facebook at Work» offiziell lanciert wird, ist noch nicht bekannt.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll die App auch für Android-Geräte erscheinen. Wann «Facebook at Work» offiziell lanciert wird, ist noch nicht bekannt.

iTunes

Über die neue Website «Facebook at Work» können Nutzer mit Kollegen diskutieren, gemeinsam an Dokumenten arbeiten und berufliche Kontakte pflegen. Bisher steht die neue Plattform nur Mitarbeitern von ausgewählten Firmen zur Verfügung. Facebook selbst nutze diese Möglichkeit bereits seit Jahren intern, teilte Sprecherin Elisabeth Diana mit. «Damit können wir effizienter zusammenarbeiten.»

Das Netzwerk für den Arbeitsplatz bietet wie das soziale Netzwerk auch Funktionen wie Nachrichten, Chats, Gruppen oder Events – allerdings sind sie auf eine Gruppe von Nutzern in einem Unternehmen beschränkt. Der Hintergrund der Seite hat eine andere Farbe als das Facebook-Blau – wohl, damit auf einen Blick klar ist, welches Netzwerk ein Mitarbeiter gerade auf dem Schirm hat.

Was soll besser werden?

Die ausgewählten Firmen, die «Facebook at Work» nun testweise anwenden, sollen Vorschläge für Verbesserungen machen, wie Diana sagte. Welche Firmen dies sind, gab sie nicht an. Einige von ihnen hätten Niederlassungen in mehreren Ländern.

Angaben zu möglichen Kosten für «Facebook at Work» machte das Unternehmen ebenfalls nicht. Denkbar sind Gebühren für die Dienstleistung, die die Firmen bezahlen müssten.

Via App oder Browser nutzbar

Um den Dienst vollständig nutzen können, muss die zugehörige Smartphone-App aus Apples App-Store heruntergeladen werden. Über die App, die später auch für Android erscheinen wird, oder einen Webbrowser loggen sich Nutzer mit ihrem Facebook-Login ins System ein. Da es sich bei «Facebook at Work» um ein Berufsnetzwerk handelt, sind die Nachrichten-Feeds und Diskussionsgruppen vom öffentlichen Facebook getrennt.

Angaben des Unternehmens zufolge sollen Firmen das neue Netzwerk nutzen, um Mitarbeiter zu benachrichtigen, wie der «Spiegel» berichtet. Zudem soll das Berufs-Facebook Arbeitsgruppen eine Austausch-Plattform bieten und als eine Art erweiterter Terminkalender dienen.

Sichere Datenübertragung

Daten von Firmen auf dem neuen Netzwerk werden auf denselben Servern gespeichert, auf denen auch die öffentlichen Facebook-Daten liegen. Für einen sicheren Datenverkehr sollen verschlüsselte HTTPS-Verbindungen sorgen. Zudem will Facebook den neuen Service vor der Marktlancierung zertifizieren lassen, um auch in Grossbetrieben eingesetzt werden zu können.

Facebook arbeitet daran, sein Angebot auszuweiten. Das Netzwerk veröffentlichte vor Kurzem eine Anwendung, mit der Nutzer anonym chatten können. Zudem testet das Unternehmen eine Funktion, bei der Mitglieder des Netzwerks per Knopfdruck ein Produkt kaufen können.

Erst im vergangenen Monat hatte Facebook den Kauf des Messengerdienstes WhatsApp abgeschlossen. Facebook gibt es seit 2004. Das Netzwerk hat 1,35 Milliarden aktive Nutzer. Wann «Facebook at Work» offiziell im Markt eingeführt wird, ist noch offen. (pst/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.