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US-ÄrzteFacebook löst bei Kindern Depressionen aus

Amerikanische Kinderärzte warnen davor, dass surfen auf Facebook bei Kindern zu Depressionen führen kann.

Birgt Gefahren: Facebook.com. (Foto: Jimmi Larsen)

Birgt Gefahren: Facebook.com. (Foto: Jimmi Larsen)

Glückliche Ferienerlebnisse und harmonische Familienausflüge: Die Bilder auf Facebook vermitteln das Bild einer heilen Welt ohne Frust und Ärger. US-Kinderärzte warnen nun davor, dass der Besuch von derartigen Websites bei gefährdeten Kindern Depressionen auslösen oder verschlimmern könne. Die «American Academy of Pediatrics» hat aus diesem Grund einen Medien-Leitfaden herausgegeben. Wie die Autorin Dr. Gwenn O' Keeffe darlegte, würden die Fotos der vermeintlich glücklichen Menschen ein verzerrtes Bild der Wahrheit vermitteln. Dies kann dazu führen, dass sich ein ohnehin einsames Kind noch einsamer fühle. Der Leitfaden ruft die Kinderärzte dazu auf, Eltern zu ermuntern, mit ihren Kindern über Facebook-Depression oder Cyber-Mobbing zu sprechen. Die Drangsalierungen im Internet könnten weitreichende psy­chosoziale Auswirkungen haben und bis zum Suizid führen, so die Autoren.

Dennoch möchte Dr. O' Keeffe nicht über die Vorteile der Internetseite, auf der sich die Kinder mit Freunden und Familie austauschen können, hinwegsehen: «Heute treffen sich alle Teenager auf Facebook. Vieles, was dort geschieht, ist sehr gesund.» Auch Dr. Megan Moreno von der Universität Wisconsin betont, dass Eltern nicht zu befürchten brauchen,

ihre Kinder könnten sich auf ­Facebook mit Depression «anstecken».

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