Aktualisiert 01.06.2011 06:46

Manager übt Selbstkritik

Facebook nicht ernst genug genommen

Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt, der seinen Posten für Larry Page räumen musste, ärgert sich öffentlich über eine verpasste Chance.

von
dsc
Während zehn Jahren war Eric Schmidt Chief Executive Officer (CEO) von Google und gemeinsam mit den Firmengründern Sergey Brin und Larry Page für die technische und unternehmerische Strategie von Google verantwortlich. (Bild: Keystone)

Während zehn Jahren war Eric Schmidt Chief Executive Officer (CEO) von Google und gemeinsam mit den Firmengründern Sergey Brin und Larry Page für die technische und unternehmerische Strategie von Google verantwortlich. (Bild: Keystone)

Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt hat es als den grössten Fehler seiner Karriere bezeichnet, die Bedrohung durch den Konkurrenten Facebook nicht ausreichend ernst genommen zu haben. Er und seine Vorstandskollegen hätten nicht genug getan, um dem sozialen Netzwerk Paroli zu bieten, sagte Schmidt am späten Dienstagabend an der D9-Konferenz im US-Staat Kalifornien.

Zwar habe er bereits vor vier Jahren darauf hingewiesen, dass Google mehr in soziale Netzwerke investieren müsse, sein Anliegen jedoch nicht mit ausreichend Nachdruck verfolgt. «Ich habe es versaut», sagte Schmidt.

Schmidt war Anfang April von Google-Mitgründer Larry Page als Geschäftsführer abgelöst worden. Page hatte kurz darauf den Ausbau der sozialen Netzwerke zur wichtigsten Aufgabe von Google erklärt.

An dem von «All Things Digital» organisierten D9-Kongress geben sich dieser Tage verschiedene IT-Grössen ein Stelldichein. Zum Auftritt von Eric Schmidt gibt es ein Video im Netz. (dsc/dapd)

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