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Petarden und RandaleFacebook-Party in St. Gallen aufgelöst

Unter dem Namen «Projekt X St. Gallen» wurde zu einer unbewilligten Party in der St. Galler Innenstadt aufgerufen. Es kam zu Schlägereien und Sachbeschädigungen. Fünf Personen wurden verhaftet.

von
kub/hag

In der Innenstadt von St. Gallen ist eine unbewilligte Party von der Polizei aufgelöst worden. Laut mehreren Leserreportern versammelten sich am Samstagabend auf dem Marktplatz und dem Bohl bis zu 500 Partygänger, die über Facebook und SMS zum «Projekt X St. Gallen» zusammengetrommelt worden sind. Laut Stadtpolizei St. Gallen behinderten die versammelten Personen den Verkehr.

15 bis 20 Personen stiegen auf das Dach der Calatrava Haltestelle und hangelten sich an den Abspannkabeln gefährlich nahe an die ÖV-Fahrleitungen. Der Strom in den Fahrleitungen wurde daher sicherheitshalber abgestellt, schreibt die Polizei in einem Communiqué. Zudem wurden Petarden gezündet. Marktplatz und Bohl mussten für den Verkehr gesperrt werden.

Polizisten mit Flaschen beworfen

Um 23 Uhr 30 schritt die Polizei laut anwesenden Leserreportern mit Gummischrot gegen die Partygänger ein, sagt ein Leserreporter gegenüber 20 Minuten Online. «Es gab auf beiden Seiten Provokationen. Auch Gaffer wurden von Gummischrot verletzt», schilderte er die Situation auf dem Marktplatz. Die Polizei habe grundlos in die Masse der Partygänger geschossen, so andere Anwesende.

Die Polizei sieht das anders. Nachdem bei mehreren Schlägereien Personen verletzt wurden und Sachbeschädigungen stattgefunden hatten, forderte die Polizei die Personen auf, den Marktplatz und den Bohl zu verlassen. Als die Polizei anschliessend mit Flaschen, Steinen und anderen Gegenständen beworfen wurde, setzte sie Gummischrot und Pfeffer ein.

Wie die Stadtpolizei St. Gallen am Sonntagnachmittag in einer Mitteilung schreibt, wurden während den Ausschreitungen fünf Männer im Alter zwischen 16 und 24 Jahren festgenommen. Ihnen wird Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Beamte und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Nach Auswertung des Videomaterials dürfte es zu weiteren Anzeigen kommen, so die Polizei.

(Video: Leserreporter)

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